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Deutsche bestellen keine Lebensmittel online

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Geschäft kommt nur langsam in Fahrt  

Essen aus dem Netz bestellen - das schmeckt Deutschen nicht

28.03.2016, 14:20 Uhr | Sarah Lena Grahn, dpa

Deutsche bestellen keine Lebensmittel online. Lebensmittel am Rechner bestellen ist für viele Deutsche ungewohnt. (Quelle: Symbolbild: Imago/Jochen Tack)

Lebensmittel am Rechner bestellen ist für viele Deutsche ungewohnt. (Quelle: Symbolbild: Imago/Jochen Tack)

Es klingt verlockend einfach: Lieblings-Pizza und -Wurst online auswählen und sich das Ganze bequem nach Hause liefern lassen. Aber: Nur elf Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben sich schon einmal Supermarkt-Einkäufe nach Hause liefern lassen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Essen online bestellen spielt (noch) keine Rolle

Das Institut für Handelsforschung (IFH) in Köln schätzt den Anteil der im Netz bestellten Lebensmittel (plus Wein und Delikatessen) am Gesamtumsatz in diesem Jahr auf gerade mal 1,1 Prozent. Dennoch sind viele Investoren heiß auf junge Unternehmen, über deren Online-Plattformen Kunden Essen bestellen können.

Unter den fünf größten Wagniskapitalinvestitionen in Deutschland waren im vergangenen Jahr nach Erhebungen der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) gleich drei Food-Unternehmen, zwei davon aus Berlin.

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586 Millionen Euro flossen an Delivery Hero, die ihren Kunden mit Lieferheld, pizza.de und der seit September 2015 zum Unternehmen gehörenden Premiummarke Foodora eine Auswahl an verschiedenen Restaurants und deren Gerichten bietet.

Hello Fresh sammelte der Studie zufolge 185 Millionen Euro für ihr Kochbox-Konzept. Das Unternehmen der Berliner Rocket Internet liefert im Abo bebilderte Kochanleitungen samt mundgerecht ausgewählten Zutaten direkt nach Hause.

Leicht berechenbares Geschäftsmodell

Was das Geschäft mit dem Essen für Investoren so attraktiv mache, sei die einfache Skalierbarkeit des Geschäftsmodells, sagt EY-Partner Peter Lennartz. "Umsatz und Gewinn steigen mit der Zahl der Kunden, ohne dass die Kosten im gleichen Maße wachsen."

Um Marktanteile wird heftig gerungen. Hello Fresh investiert kräftig in Werbung, im Januar wurde die Zusammenarbeit mit Starkoch Jamie Oliver verkündet. Laut Lennartz ist es eine Strategie, die aufgehen kann. "In dieser Nische gilt: The winner takes it all", sagt der Start-up-Experte.

Aufbruchstimmung auf dem Markt

Ob sich das Kochbox-Angebot bei den Kunden durchsetzen werde, sei eine andere Frage, meint der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, Christian Wiesenhütter. "An einem Abend werden die Zutaten für das Lieblingsgericht noch schnell auf dem Nachhauseweg im Supermarkt besorgt, am nächsten Tag geht's ins Restaurant, am dritten Tag kommt die Idee und das Essen aus der Box, am vierten Tag bringt der Lieferservice das fertige Essen nach Hause - weil es einfach geht."

Auf dem Markt herrsche noch immer Aufbruchstimmung. Ebenso wie die Kunden tasteten sich auch viele Start-ups an die Kochbox-Idee heran, sagt Wiesenhütter. "Am Ende setzen sich die Unternehmen durch, deren Logistik die beste ist."

Kunden möchten Essen zum Wunschtermin

Für Max Thinius, Sprecher des Forums Lebensmittel beim Bundesverband E-Commerce und Versandhandel, haben viele Logistikunternehmen bei der Lieferung von Lebensmitteln bereits Lernprozesse absolviert. "Der Kunde möchte seine Bestellung in der Regel nicht möglichst schnell gebracht bekommen, sondern zu einem bestimmten, von ihm festgelegten Zeitpunkt", sagt Thinius.

Wenn Liefertag, Zeitfenster und Qualität der Ware stimmten, seien die Verbraucher bei den Kochboxen auch bereit, Lieferkosten zu zahlen, sagt IFH-Geschäftsführer Kai Hudetz. "Es geht ums Genießen, um ein gemeinsames Erlebnis."

"Die Konsumenten sind nach wie vor sehr preissensibel"

Zielgruppe sei ein zahlungsstarkes, urbanes Publikum. Zu einem Durchbruch verhelfe das Konzept dem Online-Handel mit normalen Lebensmitteln daher nicht. "Die Konsumenten sind nach wie vor sehr preissensibel."

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