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WannaCry: So lassen sich Daten wieder entschlüsseln

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Erpressungs-Trojaner  

So lassen sich die Daten wieder entschlüsseln

19.05.2017, 12:06 Uhr | hd, t-online.de

WannaCry: So lassen sich Daten wieder entschlüsseln. WannaCry hat weltweit rund 250.000 Rechner infiziert  (Quelle: Reuters)

WannaCry hat weltweit rund 250.000 Rechner infiziert (Quelle: Reuters)

Mit der Erpresser-Software wurden weltweit über 200.000 Rechner in 150 Ländern infiziert. Jetzt haben Forscher ein Gratis-Programm entwickelt, mit dem sich unter Windows XP, Vista und Windows 7 verschlüsselte Daten wieder herstellen lassen. Die Sache hat allerdings einen Haken.

Das Tool kann gratis auf der Webseite der Forscher heruntergeladen werden. Von "WannaCry" Betroffene können auf das kostenlose Entschlüsselungstool "Wanakiwi" zurückgreifen, um ihre Daten zu retten. Eine Anleitung findet sich ebenfalls auf der Webseite. 

Die Software wurde von den Security-Spezialisten Adrien Guinet, Benjamin Delpy und Matt Suiche entwickelt und erfolgreich getestet, berichtet das Online-Magazin "com! professional".

"Wanakiwi" ermittele dazu den Schlüssel, den die Ransomware bei ihrem Angriff genutzt hatte. Dieser kann dann zur Entschlüsselung des Systems angewandt werden.

WannaCry gibt es nach einer Woche bereits in über tausend Varianten, wie hier in Taiwan (Quelle: AP/dpa/Mark Schiefelbein)WannaCry gibt es nach einer Woche bereits in über tausend Varianten, wie hier in Taiwan (Quelle: Mark Schiefelbein/AP/dpa)

Nicht ausschalten, nicht neu starten

Die Forscher warnen allerdings davor, das betroffene System neu zu starten. Denn die für die Entschlüsselung benötigten Daten würden aus einem Speicher gezogen, der gelöscht wird, sobald der Rechner neu gestartet wird. In diesem Fall ist die Datenrettung nicht mehr möglich. Das trifft auch für ein weiteres Datenrettungs-Tool "WannaKey" zu.

Knapp eine Woche nach dem Ausbruch von WannaCry dürften die meisten Betroffenen ihre Rechner ausgeschaltet haben. WannaCry ist inzwischen in mehreren Tausend Varianten unterwegs. 

Sicherheitsexperten warnen nach wie vor davor, die rund 300 Euro Lösegeld in Bitcoins zu bezahlen. Es sei schon technisch unmöglich, die Zahlungen zuzuordnen und die Entschlüsselungscode zu versenden. Eine Zahlung würde also nichts bringen und nur Kriminelle mit neuem Kapital versorgen.

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