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Facebook ermöglichte Werbung für "Judenhasser"

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Antisemitische Zielgruppe  

Facebook ermöglichte Werbung für "Judenhasser"

15.09.2017, 21:10 Uhr | dpa

Facebook ermöglichte Werbung für "Judenhasser". Facebook ließ gezielt Werbung für Antisemiten zu (Quelle: dpa/Jens Büttner)

Facebook reagierte schnell auf die Veröffentlichung des US-Portals "ProPublica" (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Facebook hat Anzeigen-Kunden offenbar ermöglicht, gezielt Antisemiten anzusprechen. Das berichtet das US-Portal "ProPublica". Dafür ließ sich die spezielle Zielgruppe "Judenhasser" auswählen.

Facebook entfernte die Werberubrik, nachdem "ProPublica" seine Rechercheergebnisse vorlegte. Die Zielgruppe basiert auf Angaben, die die Facebook-Anwender über sich selbst machen, wie auch über ihren Bildungsweg, Alter und Weltanschauung.

"ProPublica" konnte Anzeigen für Leute platzieren, die etwa "Nazi Party" als ihren Arbeitgeber eingetragen hatten. Die Zielgruppen seien aber eher klein gewesen, schränkte "ProPublica" ein. So habe man in der Kategorie "Jew Hater" 2274 Facebook-Mitglieder erreichen können sowie mit "German Schutzstaffel" und "Nazi Party" als Arbeitgeber jeweils 3149 und 2449 Profile. Sie seien allein zu klein gewesen als das man Werbung nur für sie schalten könnte. Das sei möglich gewesen, nachdem Nutzer mit einem Interesse an der NPD in die Auswahl genommen wurden (194.600).

Facebook hat Schwierigkeiten, Missbrauch zu verhindern

Facebook erklärte in einem Blogeintrag in der Nacht zum Freitag, gezielte Werbung auf Basis von Nutzern selbst eingetragener Begriffe werde deaktiviert, bis man solchen Missbrauch verhindern könne. Die Richtlinien von Facebook untersagten, Menschen wegen ihrer Eigenschaften zu attackieren. Dazu zähle auch die Zugehörigkeit zu einer Religionsgruppe. "Dennoch tauchen immer wieder Inhalte auf, die unsere Standards verletzen. Wir wissen, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben."

Propaganda-Kanäle aus Russland

In der vergangenen Woche musste Facebook einräumen, dass seine Werbeplattform im US-Wahlkampf 2016 für politische Anzeigen von "nicht authentischen" Accounts missbraucht wurde, die mit Russland in Verbindung stehen.

Bei Facebook kann man gezielte Werbung für eine Auswahl aus tausenden Kategorien schalten – neben Geschlecht, Alter, Wohnort können das zum Beispiel auch Interessen oder Sprache sein. "ProPublica" schaltete im Rahmen der Recherchen selbst drei Anzeigen, die sich an Antisemiten richteten. Die Werbeschaltungen seien von dem Facebook-System innerhalb von 15 Minuten akzeptiert worden.

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