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Stiftung Warentest: Vernetzte Sicherheitskameras absichern

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Stiftung Warentest  

Überwachungskameras sicherer machen

28.09.2017, 13:56 Uhr | dpa

Stiftung Warentest: Vernetzte Sicherheitskameras absichern. Vernetzt gegen Einbrecher? Viele Überwachungskameras sind unsicher. (Quelle:  Inga Kjer/dpa)

Vernetzt gegen Einbrecher? Viele Überwachungskameras sind unsicher. (Quelle: Inga Kjer/dpa)

Sie sind praktische Helfer und bieten ein Gefühl der Sicherheit. Sorglos installiert und betrieben können mit dem Internet verbundene Überwachungskameras zum Sicherheitsproblem werden - das zeigt ein aktueller Test der Stiftung Warentest.

Vernetzte Überwachungskameras sollen mehr Sicherheit schaffen, falsch eingerichtet können sie aber zum Sicherheitsrisiko werden. Zunächst sollten Nutzer beim ersten Start unbedingt ein neues Passwort festlegen. "Daran führt kein Weg vorbei", sagt Ronald Eikenberg vom Fachmagazin "c't". Dabei sei egal, ob gar kein, ein einfaches oder ein kompliziertes Passwort voreingestellt ist, sagt der Experte.

Das Problem: Nicht alle vernetzten Kameras fordern Nutzer bei der Einrichtung auf, die Zugangsdaten zu ändern. Drei Geräte waren in einer Untersuchung der Stiftung Warentest deshalb mit "mangelhaft" bewertet worden - auch weil sie zusätzlich unsichere Zugangsdaten voreingestellt hatten. Fremde könnten so schlecht gesicherte Kameras leicht kapern und deren Besitzer über das Netz ausspähen.

Die Warentester hatten auch sonst einige Kritik an den 16 Testgeräten: Sensible Daten wurden zum Teil unverschlüsselt übertragen. Netzwerkzugänge lagen unnötig offen. Vier Kameras waren "gut", sechs "befriedigend", drei "ausreichend", dazu kamen die drei "mangelhaften" Modelle. Testsieger für den Außenbereich war die Nest "Cam Outdoor" (2,2), im Innenbereich lag die Arlo "Q Plus" von Netgear vorn (2,1) ("test"-Ausgabe 10/17).

"Updates schließen Sicherheitslücken"

In den Kameras arbeitet ein kleiner Computer, der sich mit der passenden Anwender-App auf dem Smartphone des Nutzers vernetzt. So bekommt man unterwegs mit, wenn das Überwachungsgerät zuhause Alarm schlägt. Deswegen gilt, was auch für jeden PC gilt: Die Firmware der Kamera sollte stets auf dem neuesten Stand sein. "Updates schließen oft Sicherheitslücken", erklärt Eikenberg. Auch vernetzte Kameras bieten die Option, automatisch nach Updates zu suchen und sie oft ohne Zutun des Nutzers installieren zu lassen.

Standardmäßig erlauben Router keinen Zugriff aus dem Internet auf lokale Netzwerkgeräte. Das schließt auch Kameras ein. An dieser Router-Einstellung sollte man auch nichts ändern, betont Eikenberg. Stiftung Warentest fiel auf: Viele der Kameras haben offene Netzwerkzugänge, über die Angreifer eindringen könnten. Das sei zwar unwahrscheinlich, weil der Router den Zugriff von außen auf Netzwerk-Geräte nicht erlaube, erklärt Eikenberg.

Nach draußen dürfen die Kameras Daten senden. Denn das gehört zu ihren zentralen Funktionen: Sie schlagen Alarm und informieren den Nutzer per App unterwegs darüber, was daheim gerade los ist. Wermutstropfen: Eikenberg zufolge ist es nicht ausgeschlossen, dass eine Kamera, die ins Internet senden darf, auch Daten an den Hersteller schickt.

Eigenes Grundstück darf überwacht werden

Eine andere Frage: Wo und wann dürfen und sollten Überwachungskameras filmen? Das eigene Grundstück und die eigenen vier Wände darf man überwachen, öffentliche Bereiche wie Gehwege sind tabu. In Eigenheim oder Wohnung könnten Kameras aber die Privatsphäre von Bewohnern oder Angestellten wie etwa Babysittern stören. Die müssen im Regelfall einer Überwachung zustimmen.

Der Rat der Warentester: Am besten sind die Überwachungskameras aus, sobald jemand zuhause ist. Manche der getesteten Geräte bieten dafür die Funktion "Geofencing". Dann kann etwa die Überwachungsanlage automatisch ausgeschaltet werden, wenn man die Wohnung betritt.

"Die Leute machen sich kaum Gedanken darüber, was sie filmen", erklärt Eikenberg. Sie stellen Kameras ins Schlafzimmer oder Kinderzimmer. "Ich hätte da ein schlechtes Gefühl." Denn bei allen Bemühungen um Sicherheit, sind viele doch recht sorglos im Umgang mit den Geräten. Wenn Fremde über das Netz Zugriff darauf bekommen, haben sie Einblick in die geschützte Privatsphäre der Nutzer.

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