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Notenbanken sollen sich gegen Bitcoin-Katastrophe wappnen

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Digitalwährung im Sturzflug  

Staaten sollen sich gegen Bitcoin-Katastrophe wappnen

06.02.2018, 11:24 Uhr | rtr, AFP

Was sind Bitcoins eigentlich? Bitcoin ist eine digitale Währung und auch die weltweit gebräuchlichste. Wir erklären, was das eigentlich ist. (Screenshot: Getty)
Was steckt hinter der digitalen Währung Bitcoin?

Was sind Bitcoins eigentlich? Bitcoin ist eine digitale Währung und auch die weltweit gebräuchlichste. Wir erklären, was das eigentlich ist.

Bitcoins: Was steckt hinter der digitalen Kryptowährung? (Quelle: Bitprojects)


Der unkontrollierte Handel mit Digitalen Währungen wie Bitcoin stößt in der Finanzwelt auf immer mehr Ablehnung. Mehrere Staaten ziehen bereits die Notbremse - weitere wollen folgen. Für Bitcoin-Anleger ist das ein schwerer Schlag. 

Die Notenbanken-Dachorganisation BIZ hat die Behörden weltweit aufgerufen, Kryptowährungen wie Bitcoin stärker ins Visier zu nehmen. Die Staaten müssten bereit sein, gegen die rasant steigende Verbreitung von solchen Digitaldevisen tätig zu werden, um Verbraucher und Anleger zu schützen, sagte der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Agustin Carstens, in Frankfurt.

"Was vielleicht ursprünglich als alternatives Zahlungssystem ohne staatliche Beteiligung gedacht war, ist inzwischen zu einer Mischung aus Finanzblase, Schneeballsystem und Umweltkatastrophe geworden", warnte Carstens.

Bitcoin setzt Talfahrt ungebremst fort

Die älteste und bekannteste Kryptowährung setzte unterdessen ihren Kurssturz fort. Die Digitaldevise sackte am Dienstag um 15 Prozent auf 5992 Dollar ab. Noch im Dezember des vergangenen Jahres war ein Bitcoin fast 20.000 Dollar wert.

Andere Digitalwährungen wie Ether, Ripple oder Litecoin gaben ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich nach. Von dem rasanten Kursanstieg, den viele der aktuell rund 1500 Kryptowährungen 2017 vollzogen hatten, ist mittlerweile ein großer Teil ausradiert. 

Auslöser des Kurssturzes sind zum einen bei den Digitalwährungen selbst zu finden. Dazu gehören vor allem zunehmende Regulierungsbestrebungen des bisher unregulierten Handels mit Kryptowährungen und immer wieder Hackerangriffe auf größere Handelsbörsen. Verstärkt wird die schlechte Stimmung durch die aktuell starken Kursrückgänge an den internationalen Aktienmärkten. Riskante Anlagen, zu denen auch virtuelle Devisen gezählt werden, werden dadurch belastet.

Notenbanker bezeichnet Kryptowährungen als "Parasiten des Finanzsystems"

BIZ-Chef Carstens forderte Zentralbanken und Finanzbehörden dazu auf, insbesondere die Verknüpfungen von Kryptowährungen und realen Währungen unter die Lupe zu nehmen. Sie sollten dafür sorgen, dass Digitaldevisen "nicht zu Parasiten" der Infrastruktur des gesamten Finanzsystems werden.

"Zentralbanken müssen darauf vorbereitet sein, falls nötig einzugreifen." Der Zugang zu üblichen Bank- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen sollte auf jene Börsen und Produkte beschränkt werden, welche die Standards erfüllen.

Carstens ist mit seiner Sorge um die Finanzmärkte nicht alleine. Inzwischen wollen immer mehr Politiker und Aufsichtsbehörden den Handel mit Bitcoin & Co zügeln. Erst am Montag hatte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), eine Warnung ausgesprochen.

"Digitalwährungen sollten als sehr riskante Wertanlagen betrachtet werden", sagte er vor dem EU-Parlament in Straßburg. Die Bankenaufsicht der EZB untersuche die Risiken der Digitalwährungen. Die Banken der Eurozone hielten jedoch keine relevanten Bestände an Bitcoins, versicherte Draghi. 

Viele Anleger und Startup-Investoren haben sich womöglich verzockt

Der Handel mit Kryptowährungen findet nach wie vor weitgehend losgelöst vom realwirtschaftlichen Geschehen statt. Die Folgen eines Bitcoin-Crashes dürften somit nur die Anleger zu spüren bekommen, die in der Kryptowährung vor allem ein Spekulationsobjekt sahen.

Auch die zahlreichen Startups, die sich bei sogenannten ICOs durch die Ausgabe von virtuellen Währungsanteilen finanziert haben, könnten unter den geplanten Regulierungen einen Rückschlag erleiden. Mit Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft wie sie Turbulenzen an den internationalen Finanzplätzen auslösen können, ist nach Ansicht vieler Experten aber nicht zu rechnen. 

Japans Notenbank forderte am Dienstag Anbieter von Dienstleistungen rund um Krypotwährungen auf, für die Sicherheit ihrer Dienste zu sorgen. Anlegern sollten zudem auf die Risiken von Cyberdevisen hingewiesen werden. Auch in den USA gewinnt die Diskussion an Fahrt. Dort sollten am Dienstag im Senat Aufsichtsbehörden dazu befragt werden, wie Kryptowährungen stärker reguliert werden können.

Verwendete Quellen:
  • Reuters, AFP

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