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Porno-Virus macht Jagd auf Kreditkartendaten

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Porno-Virus erpresst Computernutzer

19.04.2010, 12:29 Uhr | Sascha Plischke

Porno-Virus macht Jagd auf Kreditkartendaten. Trojaner Kenzero macht Jagd auf Raubkopierer (Symbolbild: dpa).

Ein Mann sieht einen erotischen Manga-Film (Symbolbild: dpa). (Quelle: dpa)

Der Computervirus Kenzero erpresst seine Opfer mit intimen Geheimnissen. Wie die BBC berichtet, verbreitet sich der Schädling derzeit über japanische Tauschbörsen. Dort tarnt er sich als PC-Spiel mit pornografischen Inhalten. Einmal aktiviert, durchsucht er die Festplatte seiner Opfer nach Browser-Favoriten und -Verlauf und veröffentlicht die möglicherweise peinlichen Inhalte auf einer Internet-Seite. Betroffene können die so ausgeplauderten Geheimnisse gegen ein kleines Lösegeld wieder löschen lassen. In Wahrheit geht es den Online-Kriminellen hinter dem Trojaner jedoch um Kreditkartendaten – und auch europäische Surfer gehören zu ihren Opfern.

Der Trojaner Kenzero verbreitet sich über den vor allem in Japan populären Filesharing-Dienst WinNY. Hier tauschen vor allem japanische Manga- und Anime-Fans illegale Kopien von PC-Spielen, Comics und Filmen. Kenzero zielt auf Filesharer, die Raubkopien von Erotik-Spielen herunterladen und verbreiten. Selbst als Erotik-Spiel getarnt fordert Kenzero während der Installation die Nutzer zur Eingabe persönlicher Informationen wie der E-Mail-Adresse auf. Dann macht der Schädling Bildschirmfotos von Browser-Verlauf und Favoriten seiner Opfer und veröffentlicht sie auf einer Internet-Seite.

Porno-Trojaner macht Jagd auf Kreditkarten

In einer Nachricht fordern die Hintermänner dann das Opfer zur Zahlung von umgerechnet etwa 10 Euro auf, als Kompensation für angebliche Verstöße gegen das Urheberrecht. Nur dann könnten die privaten Informationen wieder von der Internet-Seite gelöscht werden. Als Zahlungsmittel akzeptieren die Gangster jedoch nur Kreditkarten. Denn der Bande geht es nicht um das Geld selbst, sondern über die so ermittelten Zahlungsdaten. Damit können die Kriminellen eigene Kopien der Kreditkarten anfertigen und auf Kosten der Opfer einkaufen und die so erstandenen Waren zu Geld machen.

Bekannte Gangster-Bande steckt hinter dem Angriff

Diese Masche ist auch in Europa nicht unbekannt: Tatsächlich machen die Hintermänner von Kenzero auch hierzulande Jagd auf Raubkopierer. So ist die Internet-Seite, auf der Kenzero die intimen Details seiner Opfer ausplaudert, auf einen gewissen Shoe Overns registriert – und der Name ist in Sicherheitskreisen geläufig. "Wir haben diesen Namen zuvor vor allem im Zusammenhang mit den Trojanern Zeus und Koobface gesehen", sagte Rik Ferguson, Sicherheitsexperte von Trend Micro, der BBC. "Dabei handelt es sich um eine bekannte kriminelle Bande, die immer wieder in diese Art von Aktivitäten verwickelt ist."

Ähnliche Masche auch in Europa im Einsatz

Erst vor kurzem hatte die Gang eine europäische Variante ihres Erpresser-Trojaners in Umlauf gebracht. Die Schadsoftware gelangt dabei nicht nur über Tauschbörsen sondern auch als E-Mail-Anhang auf den Computer. Sobald der Nutzer die Datei öffnet, behauptet der Schädling, illegale Kopien urheberrechtlich geschützter Werke entdeckt zu haben und blockiert den Computer. Danach leitet der Schädling den Nutzer auf die Internetseite einer fiktiven Organisation namens ICCP Foundation weiter. Dort erfährt er, dass er illegale Dateien herunter geladen und damit Urheberrecht verletzt haben soll. Der Anwender könne sich aber durch eine Zahlung von 270 Euro freikaufen. Auch hier sind die Kriminellen jedoch nur an den Kreditkartendaten ihrer Opfer interessiert.

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