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FBI scheitert an Festplatte wegen Trucrypt-Verschlüsselung

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FBI versagt beim Knacken einer verschlüsselten Festplatte

28.06.2010, 09:20 Uhr | Andreas Lerg

FBI scheitert an Festplatte wegen Trucrypt-Verschlüsselung. Das FBI wurde von einer Festplatte besiegt, deren Verschlüsselung sie nicht knacken konnte. (Foto: t-online.de)

Das FBI wurde von einer Festplatte besiegt, deren Verschlüsselung sie nicht knacken konnte. (Foto: t-online.de)

Das FBI hat vor einer Festplatte kapituliert. Ein Jahr lang hatten Ermittler vergeblich versucht, die Verschlüsselung der Festplatte eines brasilianischen Bankers zu knacken. Der Clou: Der Datenträger war mit einer kostenlos erhältlichen Software verschlüsselt und nicht etwa mit einem aufwändigen Spezialprogramm. Im Rahmen einer Ermittlung sollte das für die Verschlüsselung benutzte Passwort des Bankers ermittelt werden, um an die Daten auf der Festplatte heran zu kommen.

Nachdem die Fahnder des brasilianischen Instituto Nacional de Criminología (INC) bereits fünf Monate lang versucht hatten, das Passwort der Festplatte zu knacken, um dem Datenträger im Rahmen einer Ermittlung Daten zu entlocken, baten sie das FBI um Amtshilfe. Wie die brasilianische Tageszeitung Folha de Sao Paolo berichtet, mühten sich auch die Fachleute der US-Behörde ein Jahr lang vergeblich, das Passwort der Verschlüsselung zu knacken. Zum Einsatz kam eine sogenannte Wörterbuchattacke. Dabei werden unzählige automatisch generierte Passworte durchprobiert, in der Hoffnung irgendwann einen Treffer zu landen.

Keine Hintertür für Fahnder

Die Festplatte war mit der Open Source-Software namens Truecrypt verschlüsselt. Da der Programmcode dieser Software frei verfügbar ist und nicht von einer einzelnen Firma entwickelt wurde, enthält Truecrypt keine Hintertürer für Behörden, über die Fahnder schnell und einfach die Verschlüsselung umgehen und die Daten auslesen könnten. Ohne diese Hintertür müssen die Ermittler die Verschlüsselung mit den gleichen Methoden knacken, die auch Hacker und andere Online-Kriminelle einsetzen.

Passwort kann vom Täter nicht erzwungen werden

Die Festplatte wurde bei einer Hausdurchsuchung der Wohnung des Banker Daniel Dantas in Rio De Janeiro im Jahr 2008 beschlagnahmt. Danzas war Direktor von Opportunity Capital Partners. Ihm wird vorgeworfen, öffentliche Gelder erschlichen, Steuern hinterzogen und Geldwäsche betrieben zu haben. Die Gesetze in Brasilien verbieten, dass Verdächtige gezwungen werden können, Passworte und Ähnliches an Ermittlungsbehörden herauszugeben. Das FBI übergab die Festplatte wieder an die brasilianischen Kollegen, die mit ihren Ermittlungen derzeit in einer Sackgasse stecken. Die Behörde wird die Festplatte aufbewahren, um vielleicht eines Tages mit neuen Technologien doch noch an die Daten heran zu kommen.

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