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Bundesregierung beschließt nationale Hacker-Abwehr

23.02.2011, 14:00 Uhr | dpa, afp, AFP, dpa

Cyber-Abwehrzentrum von Bundesregierung beschlossen. Innenminister Thomas de Maizière erläutert das Nationale Cyber-Abwehrzentrum.

Innenminister Thomas de Maizière erläutert das Nationale Cyber-Abwehrzentrum. (Quelle: dpa)

Die Bundesregierung hat am Mittwoch ein Konzept zur Abwehr von Bedrohungen aus dem Internet beschlossen. Das Kabinett billigte die sogenannte "Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland". Die Strategie sieht nach Angaben des Bundesinnenministeriums die Gründung eines speziellen Zentrums vor, das im Fall eines Angriffs aus dem Netz die Situation analysieren und den zuständigen Behörden Empfehlungen geben soll. Federführend für dieses Nationale Cyber-Abwehrzentrum ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationspolitik (BSI).

"Wir alle brauchen das Netz wie die Luft zum Atmen", sagte Cornelia Rogall-Grothe, IT-Beauftragte des Bundes, zum Auftakt einer Veranstaltung zur Cyber-Sicherheit in Berlin. Deswegen seien besondere Maßnahmen erforderlich, um die IT-Systeme vor Angriffen aus dem Internet zu schützen. Nahezu täglich registrierten die Behörden "Angriffe, bei denen wir vermuten, dass sie von ausländischen Staaten ausgehen." Das Cyber-Abwehrzentrum soll zum 1. April seine Arbeit aufnehmen.

In dem Zentrum unter Federführung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen zunächst neben sechs Computer-Experten auch jeweils zwei Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes tätig sein. Das Zentrum solle Informationen aus Wirtschaft und Behörden über aktuelle Cyber-Angriffe sammeln und die Analyse der Bedrohung koordinieren, sagte Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Zu den beteiligten Behörden gehören auch das Bundeskriminalamt und die Bundeswehr.

Angriffe auf deutsche Behörden

Besonders Behörden der öffentlichen Verwaltung werden in jüngster Zeit häufiger Ziel von Angriffen aus dem Internet. Etwa einmal wöchentlich werde ein erfolgreicher Angriff auf deutsche Behörden registriert, zumeist aus dem Ausland, sagte de Maizière. Vier- bis fünfmal pro Tag gibt es nach Angaben des BSI Angriffe auf das Regierungsnetz. Notwendig seien deshalb auch internationale Vereinbarungen, damit kritische Infrastrukturen geschützt und das Internet frei verfügbar bleibe. Die Cyber-Sicherheit müsse auch im Kreise der führenden Industriestaaten (G-8) auf die Agenda gesetzt werden.

Taskforce für Unternehmen

Die Strategie ziele auch auf eine bessere Aufklärung der Bürger über die Risiken des Internets und den verbesserten Schutz der Wirtschaft, sagte de Maizière. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) kündigte an, sein Haus werde zum 29. März eine Taskforce ins Leben rufen, die klein- und mittelständische Unternehmen in IT-Sicherheitsfragen beraten solle. Es sei zu befürchten, dass sich der jährliche Schaden durch Cyber-Wirtschaftsspionage auf einen zweistelligen Milliardenbereich belaufe. "Datendiebstahl ist eine große Bedrohung, bis hin zur Existenzbedrohung", hob Brüderle hervor.

Zentren für den Krieg im Internet

In einigen anderen Ländern wie Frankreich oder den USA gibt es bereits entsprechende Abwehrmaßnahmen, weitere Länder sollen dem Beispiel folgen. Eine Abwehrstrategie gegen Hackerangriffe ist notwendig, weil die Angriffe häufig nicht mehr von Einzelpersonen in Hinterzimmern ausgeheckt, sondern professionell geplant und koordiniert werden, häufig sogar länderübergreifend. Sie haben es nicht nur auf Privatpersonen abgesehen, sondern auch auf Industrieanlagen oder internationale Konzerne.

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