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UNESCO: Tausende Bewerbungen im Internet frei einsehbar

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Datenpanne  

Schwerwiegende Datenpanne bei der UNESCO

29.04.2011, 10:00 Uhr | Andreas Lerg, dpa

UNESCO: Tausende Bewerbungen im Internet frei einsehbar. Die Unesco mit Sitz in Paris wurde 1945 gegründet. (Foto: imago)

Die Unesco mit Sitz in Paris wurde 1945 gegründet. (Foto: imago)

Schwerwiegende Datenpanne bei der UNESCO: Jahrelang sind tausende Bewerbungsunterlagen der UNESCO frei im Internet abrufbar gewesen. In den Unterlagen waren auch sehr sensible Daten wie Lebenslauf, gezahlte Gehälter oder bisherige Arbeitgeber der Bewerber offen einsehbar.

Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat nach den Recherchen von Spiegel Online über Jahre hinweg Bewerbungsunterlagen frei einsehbar ins Internet gestellt. Zwei offen zugängliche Datenbanken enthielten die Bewerbungsunterlagen von Praktikanten sowie regulären Bewerber. Eine UNESCO-Sprecherin bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa etwas unkonkret: "Ja, es gab ein echtes Problem." Der Zugang zu den Daten sei mittlerweile aber gesperrt.

Viele sensible Daten öffentlich

Es waren Zehn-, womöglich Hunderttausende Bewerbungsunterlagen aus den Jahren 2006 bis 2011 frei im Internet abrufbar. In den Unterlagen waren viele teilweise sensible Daten der Bewerber zu finden. Dazu gehörten auch Informationen über den Bildungsweg oder die bisherigen Arbeitgeber, aber auch Angaben über Jahresgehälter. So war beispielsweise zu erfahren, dass ein leitender Mitarbeiter im diplomatischen Dienst Pakistans einen sechsstelligen Dollar-Betrag verdiente.

Unterlagen problemlos erreichbar

Die Unterlagen von Praktikumsbewerbern waren völlig ungeschützt im Internet zu finden. Es genügte, eine bestimmte Internetadresse einzugeben und durch die Änderung von Kennziffern in der Internetadresse zum nächsten Bewerber zu springen. Die Bewerbungen für reguläre UNESCO-Stellen waren nur für die Nutzer einsehbar, die sich selbst als Bewerber bei der UNESCO registriert hatten. Aber für diese Registrierung genügte bereits die Angabe einer E-Mail-Adresse. Dann konnte der Nutzer verschiedene Unterlagen ebenfalls ansteuern, indem er eine Kennziffer in der Internetadresse änderte.

UNESCO ignorierte erste Warnhinweise

Laut Spiegel Online habe ein UNESCO-Bewerber das Problem bereits vor über einem Monat entdeckt und der UNESCO schriftlich gemeldet. Doch die UN-Organisation hat nicht reagiert, denn der Zugang zu den Daten wurde erst am Donnerstag nach erscheinen des Artikel bei Spiegel Online gesperrt. Sascha Pfeiffer, Sicherheitsexperte des Antivirensoftware-Herstellers Sophos, kommentierte gegenüber Spiegel Online: "Dieser schlampige Umgang mit personenbezogenen Daten ist in Deutschland mit Sicherheit strafbar."

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