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LulzSec-Hacker  

Hacker-Gruppe LulzSec löst sich auf

27.06.2011, 09:08 Uhr | Andreas Lerg, dpa

Hacker-Gruppe LulzSec löst sich auf. Hacker-Gruppe LulzSec löst sich auf. (Symbolbild: dpa)

Hacker-Gruppe LulzSec löst sich auf. (Symbolbild: dpa)

Mit einem "bon voyage" hat die Hacker-Gruppe LulzSec überraschend ihre Auflösung bekannt gegeben. 50 Tage lang attackierte sie unter anderem die Internetseiten der CIA, der britischen Polizei oder von Sony. LulzSec veröffentliche Daten der Nutzer einer Pornoseite und legte andere Internetseiten lahm.

Nach einer beispiellosen Serie von Angriffen hat die Hacker-Gruppe LulzSec überraschend ihre eigene Auflösung bekanntgegeben. Zuvor veröffentlichten sie noch am Wochenende erneut vertrauliche Datenbestände von Firmen und Behörden und kündigten dabei an: "Dies ist unsere letzte Ausgabe." LulzSec war in den vergangenen Tagen immer mehr unter den Druck internationaler Fahnder geraten. Der Name der Gruppe leitet sich vom englischen Szenewort "lulz" (LOL steht für "laugh out loud", laut lachen) und "Security" (Sicherheit) ab.

LulzSec: "Weil wir es konnten"

"In den vergangenen 50 Tagen haben wir Konzerne, Regierungen, oft auch die allgemeine Bevölkerung und womöglich alles dazwischen gestört und bloßgestellt - einfach weil wir es konnten." Mit dieser Erklärung verkündete LulzSec im Internet, es sei Zeit, "bon voyage zu wünschen". Warum sich die Hacker-Bande so plötzlich auflöste, gab die nach eigenen Angaben sechsköpfige Gruppe nicht an. Aber es habe nichts mit dem aktuellen Fahndungsdruck zu tun. Die Hacker waren in den vergangenen Wochen mehrfach in Rechner von Firmen wie Sony und Regierungseinrichtungen wie der CIA eingedrungen. Außerdem wurden zahlreiche Internetseiten mit massenhaften Datenanfragen, sogenannten Denial-of-Service-Angriffen (DDoS), überlastet und damit lahmgelegt. Noch am Donnerstag veröffentlichten die Hacker aus Protest gegen das scharfe Einwanderungsrecht in Arizona interne Daten der Sicherheitsbehörde dieses US-Staates im Internet.

Nach 50 Tagen zurück ins Alltagsleben

Ein möglicher Grund könnte das Bedürfnis nach einem normalen Alltagsleben sein, denn in der Internet-Erklärung steht: "Wir sind Leute mit Vorliebe für Musik, Vorliebe fürs Essen; wir haben unterschiedlichen Geschmack bei Kleidung und Fernsehen. Wir sind einfach so wie ihr." Angeblich wollten die Hacker von Beginn an nur für eine kurze Zeit mit ihren Aktionen für Aufmerksamkeit sorgen, denn LulzSec schrieb: "Unsere geplante 50-Tage-Kreuzfahrt ist vorbei, und nun müssen wir in die Ferne segeln."

Aufruf zur Revolution

In ihrer Abschiedsbotschaft rufen die Hacker Sympathisanten auf, die Angriffe fortzusetzen: "Wir hoffen, wünschen, bitten sogar darum, dass sich die Bewegung in einer Revolution manifestiert, die ohne uns weitergehen kann." Weltweit verfolgten mehr als 270 000 Twitter-Nutzer regelmäßig die Erklärungen der Gruppe. Über den Kurzmitteilungsdienst forderte LulzSec seine Anhänger jetzt dazu auf, sich den Kommunikationskanälen der Anonymous-Bewegung anzuschließen. Mit Teilen dieser bereits seit 2008 aktiven Hacker-Bewegung hatte sich LulzSec zur Operation AntiSec zusammengeschlossen.

Fahndung nach den LulzSec-Mitgliedern

Internationale Ermittler und Sicherheitsfirmen fahnden seit Wochen nach den unbekannten Mitgliedern der Gruppe. Laut der New York Times arbeitet die US-Bundespolizei FBI dabei mit dem Auslandsgeheimdienst CIA und europäischen Sicherheitsbehörden zusammen. Anfang vergangener Woche hatten britische Fahnder in Wickford bei London einen 19-Jährigen wegen Hacker-Attacken festgenommen. LulzSec bestritt via Twitter, das er zur Gruppe gehört.

Hacker-Attacken gegen LulzSec

Aber auch in Hacker-Kreisen machte sich die LulzSec-Gruppe mit ihren spektakulären Aktionen unbeliebt. Aktivisten der niederländischen Gruppe TeamPoison legten beispielsweise das Blog eines mutmaßlichen LulzSec-Unterstützers lahm. Außerdem drohten sie damit, Namen und Daten von LulzSec-Mitgliedern zu veröffentlichen. LulzSec machte sich auch Feinde, als die Hacker Server von Online-Spielen attackierten und Daten einfacher Internet-Nutzer veröffentlichten.

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