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BKA meldet rasanten Anstieg der Online-Kriminalität

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BKA meldet dramatischen Anstieg der Online-Kriminalität

30.06.2011, 13:20 Uhr | afp, dpa, dpa, AFP

BKA meldet rasanten Anstieg der Online-Kriminalität. Die Online-Kriminalität in Deutschland nimmt zu (Symbolbild: imago). (Quelle: imago)

Die Online-Kriminalität in Deutschland nimmt zu (Symbolbild: imago). (Quelle: imago)

Die Online-Kriminalität ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Die Zahl der Straftaten, in denen das Internet genutzt wurde, wuchs im vergangenen Jahr laut Polizeistatistik um ein Fünftel auf 250.000 Fälle, der Schaden stieg im vergangenen Jahr deutschlandweit um 66 Prozent auf 61,5 Millionen Euro, wie der Branchenverband BITKOM und der Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, Jörg Ziercke, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin mitteilten. Besonders im Visier der Banden seien Tablet-PC und Smartphones. Viele Bundesbürger sind jedoch nach wie vor ungeschützt im Internet unterwegs

Die Polizei registrierte laut Ziercke 2010 rund 250.000 Fälle, in denen das Internet für kriminelle Taten missbraucht wurde. Dies seien 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter sind auch Fälle der digitalen Erpressung: Dabei fordern Täter Lösegelder für das Nichtweitergeben gestohlener Daten oder Schutzgelder mit der Drohung, ansonsten eine Unternehmens-Homepage anzugreifen. Beim Angriff auf Privatpersonen geht es den Kriminellen hingegen vor allem um das Ausspähen von Online-Zugangsdaten. So habe sich die Zahl der Internetnutzer, deren Zugangsdaten zu Plattformen, E-Mail-Diensten, Auktionshäusern oder Online-Banking ausspioniert wurden, binnen eines Jahres auf sieben Millionen fast verdoppelt. Gerade die mobilen Geräte wie Smartphones oder Tablet-Computer seien besonders anfällig für Missbrauch, warnte Kempf. Derzeit habe aber nur jeder vierte Smartphone-Nutzer einen Virenschutz.

Kriminelle infizieren Smartphones über Apps

Ziercke wies darauf hin, dass Kriminelle im Ausland bereits Smartphones über sogenannte Apps, also Mini-Anwendungen, infizierten. Die Geräte blieben dann ständig eingeschaltet und stünden dann sogenannten Botnetzen zur Verfügung. Über diese Netze von infizierten Computern könnten die Täter an einzelne Computer gelangen oder an die Daten von SMS-basierten Authentifizierungsverfahren etwa für Online-Banking oder -Handel per Kreditkarte. Aber auch soziale Netzwerke sind Ziercke zufolge eine "deutliche Schwachstelle". Dort wähnten sich die Nutzer oft "fälschlicherweise in einem geschützten Raum".

Zahl der Phishing-Fälle besonders gestiegen

Besonders stark nahm das Abgreifen von Zugangsdaten, das sogenannte Phishing, im Zusammenhang mit Online-Banking zu. 2010 wurden laut BKA rund 5300 Fälle gemeldet, 82 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei lag die durchschnittliche Schadenssumme bei rund 4000 Euro pro Fall. Laut Ziercke haben Cyber-Kriminelle inzwischen spezielle, auf den deutschen Markt ausgerichtete Trojaner entwickelt, die das gängige Itan-Verschlüsselungsverfahren der Banken erfolgreich angreifen können. Beim Online-Banking sollte deshalb unbedingt auf neue Verfahren wie chipTAN umgestiegen werden, empfahlen Kempf und Ziercke. Für dieses Verfahren ist ein spezielles Gerät erforderlich, das die für das Online-Banking benötigten TAN-Nummern automatisch generiert.

Immer mehr Deutsche haben Angst vor Online-Kriminalität

Laut einer BITKOM-Umfrage steigt mit der zunehmenden Internet-Kriminalität auch die Angst vor ihr: Inzwischen fühlen sich 85 Prozent aller Internet-Nutzer bedroht, 2010 waren es noch 75 Prozent. Drei Viertel der Nutzer verzichten wegen der Bedenken auf bestimmte Aktivitäten: 39 Prozent schicken wichtige Dokumente per Post statt per Mail. 28 Prozent scheuen das Online-Banking. 16 Prozent sparen sich gleich jede Art von Transaktion im Netz. Gleichwohl verzichtet ein Viertel aller Internet-Nutzer auf ein Virenschutzprogramm und 30 Prozent auf eine sogenannte Firewall, die den Datenverkehr des Rechners mit der Außenwelt kontrolliert.

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