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Hacker knacken und starten Autos über das Handynetz

28.07.2011, 15:50 Uhr | Damian Robota

Hacker knacken und starten Autos über das Handynetz. Deutsche Autohersteller wie BMW bieten passende Remote Apps für Smartphone-Nutzer an. (Montage: t-online)

Deutsche Autohersteller wie BMW bieten passende Remote Apps für Smartphone-Nutzer an. (Montage: t-online)

Mit einem einfachen Trick ist es zwei Hackern gelungen über das Mobilfunknetz Autos zu knacken. Moderne Fahrzeuge bieten die Möglichkeit, wichtige Funktionen per Smartphone fernzusteuern. Genau hier setzten die beiden Experten an und spähten die Kommunikation zwischen Auto und Smartphone-App aus. Das Ergebnis: Ein kompletter Zugriff inklusive Entriegeln und Starten des Fahrzeuges. Auch deutsche Edelkarossen könnten von dem Sicherheitsproblem betroffen sein.

Der Sicherheitsberater Don Bailey und sein Kollege Mathew Solnik haben eine Software-Schwachstelle in mobilfunkbasierten Sicherheitssystemen von Autoherstellen gefunden. Diese ermöglicht es, mit einem Notebook den Datenverkehr zwischen einem Mobilfunk-Sender im Auto und einem Fernsteuerungsprogramm auf einem Smartphone abzufangen. Über die Sicherheitslücke können die beiden Experten Autos per Fernzugriff öffnen und sogar starten.

Komplette Elektronik steuerbar

Remote Apps können über die eingebauten Mobilfunk-Module in den Autos die komplette Elektronik in einem Fahrzeug fernsteuern. Drittanbieter bieten dazu nicht nur Hardware, sondern auch passende Programme für Smartphones und Tablet-PC an. Über die Apps können Fahrzeugbesitzer so unter anderem ihr Auto Ver- und Entriegeln, die Scheiben öffnen und schließen, das Licht und die Blinker ein- und ausschalten, das Verdeck eines Cabrios öffnen und den Motor starten. Auch die aktuelle Fahrzeugposition lässt sich mit einem Fahrzeug-Finder bestimmen. Kriminelle könnten über die Sicherheitslücke Autos über ein Smartphone oder Notebook entriegeln, starten und anschließend die aktuelle GPS-Position des Fahrzeuges verfälschen.

Fernsteuerungs-Sicherheitssystem ausgespäht

Die beiden Sicherheitsberater wollen die gefundene Lücke nächste Woche auf der Sicherheitskonferenz Black Hat demonstrieren, damit Hersteller das Problem mit einem Update beseitigen können. Welche Produkte von dem Sicherheitsproblem betroffen sind, ist nicht bekannt. Für die Durchführung des Hacks haben die beiden Männer rund zwei Stunden gebraucht. Dabei wurden Nachrichten über eine Software vom Smartphone an das eingebaute Modul im Fahrzeug abgefangen und ausgespäht. Die Kommunikation über das Mobilfunknetz war nicht verschlüsselt. Alle Befehle wurden im Klartext gesendet. Die Hacker konnten über ein Programm die Fernsteuerung mit einem Notebook nachstellen und haben sich so kompletten Zugriff auf alle verfügbaren elektronischen Funktionen der Autos verschafft.

Remote Apps von deutschen Autoherstellern

Auch deutsche Autohersteller wie etwa Mercedes oder BMW bieten passende Remote Apps für Smartphone-Nutzer an, mit denen man per Fernzugriff eine Verbindung über Mobilfunk zum Auto herstellen kann. Fahrer eines neueren BMW 5er, 7er oder eines X3 sowie anderen Modellen ab 09/2008 können beispielsweise mit der iPhone-App My BMW Remote App verschiedenste Fernfunktionen nutzen. Dazu gehören das Ver- und Entriegeln des Autos, oder das fernsteuern der Standheizung und Lüftung.

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