Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Teenager begeht eBay-Betrug - Mutter verklagt Banken

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

eBay-Betrug  

Teenager begeht eBay-Betrug - Mutter verklagt Banken

24.10.2011, 16:02 Uhr | Andreas Lerg

Teenager begeht eBay-Betrug - Mutter verklagt Banken. Jugendlicher betrügt im großen Stil auf eBay - jetzt klagt die Mutter gegen Banken. (Quelle: imago)

Jugendlicher betrügt auf eBay - jetzt klagt die Mutter gegen Banken. (Quelle: imago)

In Australien kämpft eine Mutter gegen Banken, die ihrem damals 14-jährigen Sohn bereitwillig immer neue Konten eröffneten, über die dieser eBay-Betrugsfälle abwickelte. Sie hatte vergeblich versucht, die Banken davon abzubringen. Ihr Sohn ergaunerte durch Lieferbetrug umgerechnet 150.000 Euro.

In Australien hat eine Mutter vier große nationale Banken auf Schadenersatz verklagt. Sie wirft den Geldinstituten Skrupellosigkeit und Sittenwidrigkeit vor, weil diese ihrem damals 14-jährigen Sohn gleich dutzendfach Konten und Bankkarten ausgehändigt haben. Der Junge eröffnete seit 2007 Konten, um auf eBay im großen Stil Käufer zu betrügen. Die Mutter wirft den Banken vor, die Konten eröffnet zu haben, ohne das Alter und die Geschäftsfähigkeit ihres Sohnes zu prüfen. Selbst nachdem die Frau die Kreditinstitute über die illegalen Aktivitäten des Teenagers informiert hatte, hätten die Banken nichts unternommen, berichtet der Sydney Morning Herald.

150.000 Euro mit Lieferbetrug auf eBay

Die Betrugsmasche des heute 19-Jährigen war einfach. Er bot auf eBay Waren wie Notebooks, Handys und Armbanduhren und kassierte ohne zu liefern. Auf diese Weise nahm der junge Mann bis zu 6000 australische Dollar am Tag ein, umgerechnet etwa 4500 Euro. Mit seinem erbeuteten Geld lebte er auf großem Fuß. Der Jugendliche unternahm teure Shopping-Touren, quartierte sich Hotelsuiten für 4300 Dollar die Nacht ein und ließ sich von Mietlimousinen zum Strand chauffieren. Die Polizei kam ihm auf die Schliche, weil sich viele der betrügerischen eBay-Angebote zu einem Computer im Klassensaal des Schülers zurückverfolgen ließen.

"Nur die Banken können den Wahnsinn beenden"

"Als Mutter und legaler Vormund habe ich die Banken angefleht, ihm keine Bankkonten mehr zu geben", erklärte die Mutter der australischen Tageszeitung. Um Hilfe für ihren kriminellen Sohn zu bekommen, wandte sie sich an seine Lehrer und Schulleitung, Berater, Ärzte, die von ihrem Sohn genutzten Hotels, Reisebüros, Autovermieter, aber auch an Behörden und sogar die australische Bankenaufsicht. "Doch jedes Mal sagte man mir, die Einzigen, die diesen Wahnsinn beenden könnten, seien die Banken." Immer wenn die Mutter bei den Kreditinstituten intervenieren wollte, wurde sie mit dem Hinweis auf Regeln zum Schutz der Privatsphäre als "unbeteiligte Dritte" abgewiesen.

Banken eröffneten jederzeit neue Konten

Das erste Bankkonto bei der Commonwealth-Bank eröffnete der minderjährige eBay-Betrüger mit seiner Geburtsurkunde und einem volljährigen Freund, der sich als dessen Vormund ausgab. Nachdem er dort sein erstes Konto hatte und dieses bei anderen Kreditinstituten vorweisen konnte, bekam der Jugendliche dort völlig problemlos weitere Konten nebst Karten für Geldautomaten. Der clevere Gauner betrog sogar die Banken, indem er auf neue Konten kleine Beträge einzahlte und dann umgehend große Beträge abhob und so den maximalen Kreditrahmen ausnutzte. Wurde ein Konto darauf hin wegen Überziehung geschlossen, eröffnete der Junge einfach ein neues. Die Mutter übergab ihren Sohn im Laufe von vier Jahren 15 mal an die Polizei und er wurde vielfach wegen diverser Delikte verurteilt.

Schreiben der Polizei ignoriert

Bereits im Jahr 2008 blieb das Schreiben eines Polizeibeamten, der die Commonwealth-Bank über die Straftaten des Jungen aufklärte und vor erneuten Straftaten warnte, ohne Wirkung. Laut Sydney Morning Herald bestreiten die Banken bis heute, dass die Konten für Betrug und Geldwäsche im Rahmen der Machenschaften des jungen Kriminellen genutzt wurden. Die Banken wollen laut der Zeitung ihre Position vor Gericht verteidigen. Die Mutter muss sich bald mangels Geld vor Gericht selbst vertreten, wenn sie keinen Anwalt findet, der den Fall pro bono übernimmt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
KlingelBabistabonprix.deLidl.deStreet OneCECILMADELEINEdouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017