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Phishing-Angriff auf Kunden der Postbank

01.10.2010, 09:16 Uhr | Jens Müller

Phishing-Angriff auf Kunden der Postbank. Internet-Seite der Postbank. (Foto: dpa)

Achtung: Phishing-Angriff auf Postbank-Kunden. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Vorsicht vor angeblichen E-Mails der Postbank: Sicherheitsexperten warnen vor einem großangelegten Phishing-Angriff auf Kunden des Finanzinstituts. Internet-Kriminelle versuchen, mit fingierten E-Mails wichtige Daten für das Online-Banking der Postbank zu erbeuten. Mit einer dreisten Drohung setzen die Phisher die Mail-Empfänger unter Druck.

Betrüger haben einen großangelegten Phishing-Angriff auf Kunden der Postbank gestartet. Mit massenhaft verschickten E-Mails wollen Internet-Kriminelle wichtige Daten für das Online-Banking entwenden. Davor warnte die Initiative no abuse in internet (naiin). Bei der Beschwerdestelle der Organisation seien am Donnerstag hunderte Hinweise eingegangen.

Phishing-Mail droht mit Sperrung der TAN-Liste

Die Phishing-Mails mit dem Betreff Wichtige Mitteilung tragen Postbank als Absender und kündigen eine neue Sicherheitsmaßnahme an. Die Empfänger sollen sich auf einer der Postbank-Website zum Verwechseln ähnlich sehenden Internetseite anmelden, um die angebliche Sperrung ihrer Transaktionsnummern (TAN) zu verhindern. Mit dieser Drohung setzen die Phishing-Betrüger ihre Opfer zusätzlich unter Druck. "Periodisch muss jeder unserer Kunden beweisen, dass seine TAN-Liste sich noch in seinem Besitz befindet. Folgen Sie den von uns vorgeschriebenen Schritten bitte genauestens", heißt es dazu in den Phishing-Mails. Auf der imitierten Postbank-Seite sollen die Opfer ihre Kontodaten wie auch PIN und TAN eingeben.

Postbank-Kunden können Phishing-Betrug entlarven

Allerdings lässt sich der Betrug leicht entlarven. Die beim Online-Banking der Postbank üblichen Sicherheitsmerkmale wie beispielsweise die grüne Adressleiste im Mozilla Firefox und Internet Explorer 8 sowie das Schlüssel-Symbol in sämtlichen Browsern fehlen. "Bereits die sehr dubios anmutende Internetadresse sollte Postbank-Kunden stutzig machen und unbedingt davon abhalten, ihre vertraulichen Daten einzugeben", warnte zudem naiin-Vorsitzender Dennis Grabowski. Postbank-Kunden, die bereits auf der gefälschten Internetseite ihre Daten eingegeben haben, sollten sich umgehend mit ihrem Kreditinstitut in Verbindung setzen.

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