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Porno-Gucker bloßgestellt: Hacker stiehlt Daten von 350.000 Nutzern

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Teenie-Hacker stellt Porno-Nutzer bloß

14.02.2012, 13:52 Uhr | t-online.de

Porno-Gucker bloßgestellt: Hacker stiehlt Daten von 350.000 Nutzern. Teenie-Hacker veröffentlicht Namen von Porno-Abonennten. (Quelle: imago)

Teenie-Hacker veröffentlicht Namen von Porno-Abonennten. (Quelle: imago)

Ein 17-jähriger Hacker aus Marokko soll die Datenbanken eines der größten Porno-Anbieter im Netz geknackt und dabei die persönlichen Daten hunderttausender Abonnenten geklaut haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Einen Teil der gestohlenen Daten veröffentlichte der Teenie-Hacker bereits im Internet. Es soll sich um E-Mail-Adressen, Benutzernamen, Passwörter und weitere persönliche Daten von Kunden eines der größten Porno-Anbieter im Internet handeln.

In einer E-Mail an AP behauptete der 17-Jährige, er habe die Nutzerdaten von über 350.000 Kunden der Pornofirma Brazzers gestohlen. "Ich tat es nicht für das Geld", schrieb er in der E-Mail. Mit der Hacker-Attacke habe er lediglich auf eine Sicherheitslücke in der Internetseite des Unternehmens aufmerksam machen wollen. Einen kleinen Teil der Nutzerdaten veröffentlichte der Hacker im Internet – als Beweis für den gelungenen Datendiebstahl. Laut AP gaben die veröffentlichten E-Mail-Adressen und Nutzernamen Aufschluss über die tatsächlichen Namen und Wohnorte einiger Kunden.

Porno-Riese um Kundendaten bestohlen

Die Firma Brazzers gehört zu den größten kommerziellen Anbietern von Internet-Pornografie. Das Tochterunternehmen der in Luxemburg ansässigen Firma Manwin Holding betreibt ein Netzwerk zahlreicher Internetseiten, die Abonnements für pornografischen Inhalte verkaufen. Gegen eine monatliche Gebühr erhalten Kunden vollen Zugriff auf die Inhalte. Nach Aussage von Kate Miller, Sprecherin bei Manwin Holding, seien bei dem Datendiebstahl aber keine Kreditkarteninformationen abhanden gekommen. Derzeit untersuche das Unternehmen noch das Ausmaß der Attacke. Die bereits veröffentlichten Passwörter waren laut AP verschlüsselt und lassen sich somit nicht von Dritten missbrauchen.

Sicherheitslücke bleibt rätselhaft

Bisher gibt es nur vage Vermutungen darüber, wie der Hacker an die Daten gelangt sein könnte. So könnte er über ein inaktives Nutzerforum in die Datenbank des Pornonetzwerkes eingedrungen sein, vermutet Miller. Ebenso wenig ist über den 17-jährigen Hacker bekannt. Nach seinen eigenen Aussagen lebt er in Marokko und gehört angeblich zu dem lose organisierten Hackernetzwerk Anonymous. Die Attacke auf die Pornofima führte er aber anscheinend im Alleingang durch.

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