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DNS Changer: Lauert der DNS Changer Trojaner auf Ihrem PC?

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DNS Changer  

FBI geht gegen Trojaner vor

05.07.2012, 14:33 Uhr | dpa, jhof

DNS Changer: Lauert der DNS Changer Trojaner auf Ihrem PC?. Bundesbehörde rät allen Internetnutzern zum Selbsttest (Quelle: imago)

Bundesbehörde rät allen Internetnutzern zum Selbsttest. (Quelle: imago)

Die Uhr tickt. Am Montag, 9. Juli, wird das weltumspannende DNS Changer-Netz abgeschaltet. Um möglichen Problemen beim Aufrufen von Internetseiten zu entgehen, sollten Computernutzer ihren Rechner auf Befall mit dem Trojaner DNS-Changer prüfen.

Einen Schnelltest bietet die Deutsche Telekom unter www.dns-ok.de. Eine Anleitung zum Entfernen des Trojaners hat der Verband der Internetwirtschaft (Eco) unter www.dnschanger.eu zusammengestellt.

Ohne DNS kein Internet

An infizierten Rechnern können nach dem Stichtag Internetadressen nicht mehr wie gewohnt aufgerufen werden. Die PCs erreichen dann keine sogenannten DNS-Server mehr, die die leichter zu merkende Internetadresse aus Wörtern oder Buchstaben in die dahinter stehende IP-Adresse aus Binärzahlen übersetzen (Namensauflösung). DNS steht für Domain Name System und ist quasi das Telefonbuch des Internet.

Bis zum November 2011 hatten Internet-Kriminelle die DNS-Anfragen infizierter Rechner abgefangen und auf andere IP-Adressen umgeleitet, so dass Computernutzer auf gefälschten und manipulierten Seiten landeten. Dort griffen die Hintermänner Kreditkartendaten ab, verkauften falsche Antivirensoftware oder begingen Klickbetrügereien.

FBI schaltete DNS-Changer-Netz ab

Dann zerschlug die US-Bundespolizei FBI das DNS-Changer-Netz und richtete als Übergangslösung Ersatzserver ein, über die die DNS-Anfragen befallener Rechner korrekt abgewickelt wurden. Diese Server werden nun am 9. Juli endgültig abgeschaltet. Obwohl Datum und DNS-Problematik schon seit Monaten bekannt sind, sind in Deutschland immer noch tausende Rechner infiziert.

Nach dem Stichtag können Internetseiten auf einem befallenen und nicht gesäuberten Rechner nur noch geöffnet werden, wenn direkt die IP-Adresse eingegeben wird – zum Beispiel http://85.214.11.195 für die Schnelltestseite www.dns-ok.de. Seit Ende Mai warnt auch Google Nutzer der gleichnamigen Suchmaschine, wenn ihr Rechner befallen ist.

Jetzt den Browser-Check machen

Die DNS-Changer-Schadsoftware fand über Sicherheitslücken im Browser ihren Weg auf die Rechner. Ob der verwendete Internetbrowser auf dem aktuellen Stand ist, können Nutzer mit unsrem Browser-Check prüfen.

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