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Hacker erbeutet halbe Million Euro mit Android-App

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Hacker erbeutet halbe Million Euro

22.10.2012, 13:19 Uhr | Andreas Lerg / mu

Hacker erbeutet halbe Million Euro mit Android-App. Trojaner-Angriff auf Smartphones erbeutet 500.000 Euro. (Quelle: imago)

Trojaner-Angriff auf Smartphones erbeutet 500.000 Euro. (Quelle: imago)

Die Polizei hat in Frankreich einen jungen Hacker festgenommen, der mit manipulierten Smartphone-Apps eine halbe Millionen Euro erbeutet hat. Er hatte populäre Android-Apps mit einem Trojaner bestückt und zum kostenlosen Download im Internet angeboten. 17.000 Smartphone-Besitzer installierten eine der Apps und wurden bestohlen.

Der 20-Jährige Franzose, der in der nordfranzösischen Stadt Amiens festgenommen wurde, hat die Taten bei seiner Festnahme gestanden, berichtet die britische BBC. Die von ihm seit 2011 manipulierten Apps bot er nicht im offiziellen Google Play Store, sondern auf alternativen Downloadplattformen an. Der in den Programmen versteckte Trojaner "Fakemart" verschickte unbemerkt SMS-Nachrichten an eine kostenpflichtige Premium-Nummer, die der Franzose zu diesem Zweck eingerichtet hatte. Er kassierte über die Einnahmen, die diese Nummer generierte.

Hacker machte fette Beute per SMS

Die Opfer bemerkten den Betrug erst später und hielten ihn zuerst für einen Fehler auf der Mobilfunkrechnung. Über den Versand der räuberischen SMS-Nachrichten konnte der Hacker 500.000 Euro einstreichen, insgesamt waren etwa 17.000 Smartphone-Nutzer betroffen, bis zu 150 Euro wurden ihnen berechnet. Wie die zuständige Polizeibehörde mitteilte, soll es sich dabei um den bislang größten Fall von Cyberkriminalität in Frankreich handeln.

Ein Hacker mit Talent

Der junge Franzose, der noch bei seinen Eltern wohnt, soll bei seiner Festnahme den Polizeibeamten erklärt haben, dass es ihm nicht in erster Linie um das Geld gegangen sei. Angetrieben habe ihn vielmehr die Liebe zu Computern und der Wunsch, Softwareentwickler zu werden. Laut Aussage der Polizei hat er keine Ausbildung im Bereich Computer oder Programmierung, sei aber sehr talentiert. Ihm drohen bis zu fünf Jahren Haft.

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