Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Chinesische Hacker spionieren Wall Street Journal aus

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Chinesische Hacker attackierten zwei renommierte US-Zeitungen

20.02.2013, 10:24 Uhr | dapd

Chinesische Hacker spionieren Wall Street Journal aus. Auch das Wall Street Journal wurde von Chinesen gehackt. (Quelle: imago/Dean Pictures)

Auch das Wall Street Journal wurde von Chinesen gehackt. (Quelle: Dean Pictures/imago)

Nach der New York Times meldet nun auch das Wall Street Journal, dass chinesische Hacker in die Systeme der Zeitung eingedrungen seien. Konkret sei es um die Überwachung der kritischen Berichterstattung über China gegangen. Schon bei der New York Times soll ein Artikel über das Vermögen der Familie des chinesischen Regierungschefs Wen Jiabao Auslöser der Hacker-Angriffe gewesen sein.

Chinesische Hacker haben offenbar nicht nur die Computernetzwerke der New York Times attackiert. Auch das Wall Street Journal meldet Hacker-Angriffe, deren Ursprung im Reich der Mitte liegen soll. Damit wurden zwei renommierte US-Zeitungen infiltriert. Im Falle der New York Times seien in den vergangenen Monaten sowohl Passwörter von Journalisten gestohlen als auch nach Rechercheergebnissen über die Geschäfte der Familie von Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao gesucht worden, hieß es in einem Bericht des Blattes vom Donnerstag. Das Wall Street Journal meldete ebenfalls, dass ihr System infiltriert wurde, um die Berichterstattung über China zu verfolgen.

Angriffe bis zu chinesischen Streitkräften zurück verfolgt

Von der New York Times beauftragte Sicherheitsexperten hätten auch beim jüngsten Angriff wieder Parallelen zu vorherigen Hacker-Attacken entdeckt, hieß es. Diese seien damals bis hin zu den chinesischen Streitkräften zurückverfolgt worden. Die Zeitung hatte vergangenen Herbst einen brisanten Artikel über Wen Jiabao veröffentlicht. Darin ging es um die Frage, wie die Familie des Ministerpräsidenten ein Vermögen von mehr als 1,48 Milliarden Euro anhäufen konnte.

Computerspezialisten hätten keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass die Hacker sensible E-Mails oder Informationen zum Artikel über die Wen-Dynastie kopiert oder heruntergeladen hätten, hieß es in dem Zeitungsartikel weiter. Persönliche Daten der Journalisten seien ebenfalls nicht gestohlen worden, obwohl die Hacker die Passwörter von 53 persönlichen Computern geknackt hätten. Unklar bleibe, auf welche Daten oder Informationen die Hacker bei ihren Angriffen tatsächlich zugreifen konnten. Eine Sprecherin der Zeitung wollte am Donnerstag keinen weiteren Kommentar abgeben.

Angriff über Korrespondentenbüro in Peking

Beim Wall Street Journal war eines der Einfallstore für die Attacken das Korrespondentenbüro in Peking. Die Angreifer verschafften sich Zugang und konnten von da aus das Netz der Zeitung infiltrieren. Wie genau sich die Angreifer den Zugang verschaffen konnten, erläuterte der Verlag indes nicht.

Zeitung will weiter unabhängigen Journalismus betreiben

"Wir haben absolut vor, den aggressiven und unabhängigen Journalismus weiter zu betreiben, für den wir bekannt sind", sagte die Sprecherin der Mutterfirma Dow Jones, die wiederum zum Medienkonzern News Corporation gehört. Auf seiner Internetseite schrieb das Wall Street Journal, mit dem Vorfall vertrauten Personen zufolge sei das Firmennetzwerk unter anderem über das Pekinger Bürosystem der Zeitung angegriffen worden. In den vergangenen Jahren sei die Zeitung mehrfach mit Hacker-Attacken konfrontiert gewesen.

Dem Wall Street Journal lägen laut der Sprecherin Beweise vor, "dass die Infiltrierungsversuche der Überwachung der China-Berichterstattung galten - und nicht etwa kommerziellen Vorteilen oder dem Missbrauch von Kundeninformationen". Mit den zuständigen Behörden und externen Sicherheitsspezialisten werde daran gearbeitet, Kunden, Mitarbeiter und Journalisten sowie deren Quellen zu schützen. Die technischen Sicherheitsvorkehrungen seien verstärkt worden.

Bedrohung der nationalen Sicherheit

Die Zeitung, die zur News Corporation von Rupert Murdoch gehört, sieht in den Angriffen aus China ein weit verbreitetes Phänomen. Neben dem Wall Street Journal und der New York Times seien auch andere US-Medien davon betroffen. Die Bundespolizei FBI ermittle in der Sache seit mehr als einem Jahr, hieß es unter Berufung auf eingeweihte Personen. Das FBI erwäge sogar, den Fall als Bedrohung für die nationale Sicherheit einzustufen.

Chinesisches Außenministerium bestreitet die Vorwürfe

Das chinesische Außen- und Verteidigungsministerium nannte zumindest die Vorwürfe der New York Times haltlos. Zudem wies das Ministerium jegliche Spekulationen über einen Zusammenhang mit den chinesischen Streitkräften zurück. "Das chinesische Gesetz verbietet Cyberangriffe und jegliche andere Handlungen, durch die die Sicherheit im Internet gefährdet werden könnte", hieß es in einer Stellungnahme. Das chinesische Militär habe noch nie Hackeraktivitäten unterstützt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
Der vertraute Duft der NIVEA Creme als Eau de Toilette
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Shopping
Wandbild mit täuschend echtem LED-Kerzenschein
Weihnachtsdekoration bei BAUR
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017