Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Sicherheitslücke Internet: Die gefährlichsten Seiten im Web

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Hacker-Suchmaschine  

Die gefährlichsten Seiten im Internet

03.05.2013, 13:41 Uhr | t-online, dpa

Sicherheitslücke Internet: Die gefährlichsten Seiten im Web. Junge unterwasser (Quelle: imago/Chromorange)

Die gefährlichsten Seiten im Internet (Quelle: Chromorange/imago)

Im Internet gibt es Ecken und Winkel, die so gefährlich sind, dass sie eigentlich nicht existieren dürften. Hier finden sich Steuersysteme für Ampeln, Fabriken, Gefängnisse und Kraftwerke. Oft sind die Industrieanlagen derart schlecht geschützt, dass Hacker sie mit wenigen Mausklicks übernehmen könnten. In unserer Foto-Show nennen wir die gefährlichsten Seiten im Internet.

Über das Internet sind viele Geräte verbunden, die sich mit Suchmaschinen wie Google nicht so einfach finden lassen. Dazu gehören WLAN-Router, Webcams und Drucker, aber auch Steuerungssysteme für Industrieanlagen. Im Gegensatz zu Google macht die sogenannte Hacker-Suchmaschine Shodan diese Dinge sichtbar. Der Sicherheitsexperte Dan Tentler schaute sich mit Shodan etwas genauer in den dunklen Gassen des Internet um. Was er fand, ist durchaus beunruhigend.

Ampel via Internet steuern

So konnte sich Tentler mithilfe von Shodan zum Beispiel Zugriff auf das Verkehrsleitsystem einer nicht näher genannten Stadt in den USA verschaffen. Das Kontrollsystem für Verkehrsampeln war durch kein Passwort geschützt und somit für jeden Internetnutzer zugänglich.

Wer wollte, hätte das komplette Ampelsystem in einen "Test-Modus" versetzen können, berichtete Tentler auf der Hacker-Konferenz Defcon. Inzwischen ließ die US-Heimatschutzbehörde den Internetzugang in das System sperren.

"Kann man aus Menschen Suppe machen?"

Auch ein Schaltpult, das die Säure-Pumpe eines Schwimmbades steuert, spürte der US-Amerikaner auf. Allerdings konnte Tentler nicht herausfinden, wo sich das Schwimmbad befindet, um die Betreiber über die Sicherheitslücke zu informieren. "Kann man aus Menschen Suppe machen?", scherzte der Internet-Profi und spielte darauf an, dass der Säuregrad des Wassers von Unbefugten erhöht werden könnte.

Gefängnis steht Hackern sperrangelweit offen

Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind in Deutschland etwa 500 Anlagen von derart kritischen Sicherheitslücken betroffen. Einige dieser Anlagen machte das Computermagazin c't ausfindig.

Mit wenigen Mausklicks sei es den Autoren gelungen, die Kontrolle solcher Anlagen zu übernehmen, schreibt die Zeitschrift in ihrer Mai-Ausgabe. Plötzlich hätten sie am "virtuellen Schaltpult eines realen Heizkraftwerks" gestanden. Zugang hätten sie sich auch zur Steuerung der Heizungsanlage in einer hessischen Justizvollzugsanstalt verschafft.

Intelligente Häuser leicht zu knacken

Wie Tentler konnten die c't-Redakteure ohne spezielle Authentifizierung auf die virtuellen Schaltzentralen zugreifen. Dazu gehörten auch kleine Heizanlagen für Einfamilienhäuser, die sich mit einer iPad-App steuern lassen – ein großes Einfallstor für Hacker. Denn die Verbindung zwischen iPad und Heizung läuft teils über schlecht gesicherte Internet-Server. So könnten Online-Kriminelle sehr leicht Kunden- und Service-Passwörter abgreifen und die Heizungsanlagen manipulieren.

Tickende Zeitbomben im Internet

Auch Steuersysteme, die von der beschriebenen Sicherheitslücke nicht betroffen seien, würden sich "zusehends zu tickenden Zeitbomben" entwickeln, ist sich c't-Redakteur Louis-F. Stahl sicher. Solche Industrieanlagen würden meist durch eingebettete Betriebssysteme (im Fachjargon: Embedded Systems) gesteuert, die nach der Installation meist nicht regelmäßig mit Software-Updates gepflegt würden.

"Sie verrichten nicht selten über Jahrzehnte hinweg ihren Dienst." Die Trennung vom eigenen Firmennetz und unbedingt vom Internet sollte deshalb selbstverständlich sein, schreibt Stahl.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Weiße Westen für Jederman: Bauknecht Haushaltsgeräte
OTTO.de
Shopping
Die neuen Prepaid-Tarife der Telekom entdecken
zur Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017