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LulzSec: Hacker in London zu Haftstrafen verurteilt

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LulzSec-Hacker müssen hinter Gitter

17.05.2013, 13:08 Uhr | yba

LulzSec: Hacker in London zu Haftstrafen verurteilt . Justitia (Quelle: imago/CTK Photo)

LulzSec-Hacker in den USA zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt. (Quelle: CTK Photo/imago)

Ein Londoner Gericht hat vier Mitglieder der berüchtigten Hackergruppe LulzSec am Donnerstag teils zu Haftstrafen verurteilt. Dies berichtet der britische Nachrichtensender BBC. Die vier Männer zwischen 18 und 26 Jahren sollen mit ihren Attacken Schäden in Millionenhöhe angerichtet haben. Dabei sei es den Hackern nur um Selbstdarstellung und das eigene Vergnügen gegangen, warf ihnen der Staatsanwalt vor.

Die Anonymous-nahe Hackergruppe LulzSec machte 2011 mit mehreren spektakulären Hackerangriffen auf sich aufmerksam. So stahlen die Online-Kriminellen etwa eine Million Nutzerdaten von Sony Pictures. Auch der US-Geheimdienst CIA und die britische Strafverfolgungsbehörde SOCA wurden Ziel der Hackergruppe. Mit einer weiteren Attacke stellte die achtköpfige Hackergruppe fast 26.000 Nutzer einer Pornoseite bloß.

Die Attacken verursachten in ihrer Gesamtheit Schäden in Millionenhöhe, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Ihre erfolgreichen Attacken priesen die Hacker auf dem Kurznachrichtendienst Twitter an und machten sich meist über die unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen ihrer Opfer lustig. Drei der nun verurteilten LulzSec-Mitglieder bekannten sich vor ihrer Verurteilung schuldig.

LulzSec-Hacker sammelte Kinderpornografie

Die höchste Strafe erhielt der 21-jährige Brite R. Cleary, der im Internet auch unter den Namen "Ryan" und "Viral" bekannt war. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten, davon müssen mindestens 16 Monate abgebüßt werden.

Der 21-Jährige stellte LulzSec ein umfangreiches Botnetz zur Verfügung, über das DDoS-Attacken ausgeführt wurden, um fremde Internetseiten lahmzulegen. Cleary muss sich zudem in einem weiteren Verfahren wegen kinderpornografischen Bildern verantworten, die die Polizei auf seinem Computer sicherstellte.

Begabter Hacker übernahm die Chef-Rolle

Den 26-jährigen LulzSec-Hacker R. Ackroyd verurteilte das Gericht zu einer Haftstrafe von 30 Monaten, von denen Ackroyd mindesten die Hälfte absitzen muss. Ackroyd war unter dem Decknamen "Kayla" bekannt und gilt als der begabteste Hacker unter den vier Verurteilten. Er hatte in der Gruppe die Rolle des Anführers inne und bekannte sich schuldig, Daten von Sony gestohlen und den Internetserver der britischen Boulevards-Zeitung The Sun manipuliert zu haben.

Bewährungsstrafe jüngstes LulzSec-Mitglied

Das Sprachrohr von LulzSec, der 20-jährige J. Davis alias "Topiary", wurde zu zwei Jahren in einer Jugendstrafanstalt verurteilt – ein Jahr setzte das Gericht auf Bewährung aus. Für das jüngste LulzSec-Mitglied, M. Al-Bassam (18 Jahre), verordnete das Gericht eine Bewährungsstrafe von 20 Monaten und 300 Sozialstunden. Al-Bassam alias "tflow" übernahm in der Hackergruppe die Aufgabe, gestohlene Daten im Internet zu veröffentlichen – er war zur Zeit der Straftaten noch minderjährig.

"Selbstbespaßung" statt Politik

LulzSec formierte sich aus dem losen Hackerkollektiv Anonymous, das sich vor allem durch politisch motivierte Hackerangriffe einen Namen machte. Im Gegensatz zu Anonymous ging es LulzSec aber offensichtlich mehr um eine "anarchische Selbstbespaßung", wie es Staatsanwalt Sandip Patel ausdrückte. Der Name LulzSec lässt sich lose als "lächerliche Sicherheit" übersetzen.

Im Sommer 2011 löste sich die Hackergruppe auf. Zuvor hatte das FBI das LulzSec-Mitglied "Sabu" in New York verhaftete. Der 28-Jährige arbeitete mit den Behörden zusammen, wodurch die Polizei im März 2012 sechs LulzSec-Hacker in den USA, England und Irland verhaften konnte. Von den vier in Großbritannien verhafteten Hackern bekannten sich drei schuldig.

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