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Cyber-Kriminalität nimmt zu: Viertelmillion Deutsche in drei Monaten beklaut

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Bundesamt warnt  

Cyber-Kriminalität: Viertelmillion Deutsche in drei Monaten beklaut

08.08.2013, 11:57 Uhr | rtr, t-online.de

Cyber-Kriminalität nimmt zu: Viertelmillion Deutsche in drei Monaten beklaut. Identitätsklau beim Online-Banking steigt: "250.000 Diebstähle in drei Monaten"  (Quelle: imago/allmdl)

Identitätsklau beim Online-Banking steigt: "250.000 Diebstähle in drei Monaten" (Quelle: allmdl/imago)

Der Identitätsklau im Internet hat bedrohliche Formen angenommen, warnt der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI), Michael Hange. Die Cyber-Kriminalität nehme laut Hange massiv zu – egal ob beim Online-Banking, Online-Shopping oder auf Facebook. Oft vergehen Monate, bevor Anwender merken, dass sie Opfer von Identitätsdieben wurden.

Deutschen Internetnutzern wird von Kriminellen immer häufiger die Identität gestohlen. "In einem Vierteljahr haben wir jetzt 250.000 Identitätsdiebstähle registriert", sagte Hange der Nachrichtenagentur Reuters. "Das ist eine sehr große Zahl. Betroffen ist nicht nur das Online-Banking, sondern auch der E-Commerce und soziale Netze." Meist nutzen Hacker dabei Kredit- oder Kommunikationsdaten, um Geschäfte über fremde Konten abzuwickeln.

300 Tage in der Hand von Cyber-Gangstern

Das BSI, das unter anderem für die Sicherheit des Regierungsnetzes und die Zertifizierung von IT-Sicherheitsprodukten zuständig ist, stelle zunehmend Bedrohungen für Bürger und Firmen im Internet fest, die oft viel zu spät entdeckt würden. "So erkennen nach einer Umfrage rund 50 Prozent der Benutzer erst nach 300 Tagen, dass ihr Computer infiziert wurde", sagte Hange.

Cyber-Kriminalität wächst rasant

Auch die Zahl der Cyber-Angriffe auf Regierungsstellen und Firmen nehme immer mehr zu. "Allein im Regierungsnetz zählen wir 2000 bis 3000 ungezielte Angriffe täglich. Pro Tag verzeichnen wir zudem fünf gezielte Angriffe." 2012 seien zudem 50 Versuche verhindert worden, Daten aus dem Regierungsnetz zu stehlen. "Das deutsche Regierungsnetz hat einen sehr hohen Sicherheitsstandard, der auch gegen die Angriffe von Nachrichtendiensten ausgelegt ist", sagte der BSI-Präsident mit Hinweis auf die Debatte um den US-Geheimdienst NSA.

Schwachstellen-Liste für Software veröffentlicht

Im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit mit der Wirtschaft haben das BSI zudem rund 60 Empfehlungen ausgesprochen, wie Firmen ihre eigene Sicherheit und die ihrer Kunden verbessern können. Regelmäßig werde eine Liste von Schwachstellen in gängiger Software veröffentlicht. "Aber die Hersteller haben nur zwei Drittel dieser Schwachstellen beseitigt. Ein Drittel ist immer noch offen und bietet Angreifern Einfallstore", kritisierte Hange.

Undichte WLAN-Router

Der BSI-Präsident verwies auf das britische Unternehmen Vodafone : "Seit Dezember 2012 weiß die Telekomfirma Vodafone von Schwachstellen bei Routern – dieses Einfallstor ist bis heute nicht geschlossen." Das Unternehmen verwies darauf, dass den betroffenen Nutzern älterer Router in einer Informationskampagne seit Dienstag explizit Lösungen angeboten würden. Anfang Juli veröffentlichte bereits die Firma D-Link für einige Router-Modelle längst fällige Sicherheitsupdates.

Diebstahl von Zugangs-Daten erkennen

Sichere Anzeichen für Identitätsdiebstahl liegen vor, wenn geheimnisvolle Abo-Gebühren auf der Telefonrechnung und Abbuchungen auf dem Bankkonto auftauchen. Auch der automatische Versand von E-Mails an gespeicherte Kontakte ist ein sicherer Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt. Doch soweit muss es erst gar nicht kommen.

So schützen Sie sich

Grundvoraussetzungen für sichere Bankgeschäfte sind ein aktuelles Betriebssystem und ein Virenschutzprogramm beziehungsweise eine Sicherheits-App für Smartphones und Tablet-PC, um Langfinger fernzuhalten. Wer über ungesicherte WLAN-Netze und Hotspots im Internet surft, sollte besonders vorsichtig bei der Eingabe persönlicher Daten sein. Bei dubiosen Mail- und SMS-Nachrichten sollten keinesfalls angehängte Dateien heruntergeladen oder Links geöffnet werden – schon gar nicht, wenn der Absender unbekannt ist.

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