Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Stuxnet-Virus befiel sogar die Raumstation ISS

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Virenexperte Kaspersky  

Schadsoftware soll Atomkraftwerk und Raumstation befallen haben

12.11.2013, 15:38 Uhr | Spiegel Online

Stuxnet-Virus befiel sogar die Raumstation ISS. Raumstation ISS (Quelle: dpa)

Stuxnet-Virus soll sogar die Raumstation ISS befallen haben. (Quelle: dpa)

Der gefährliche Computerwurm Stuxnet scheint zurück. Die Software, die iranische Atomanlagen sabotierte, soll mindestens ein russisches Atomkraftwerk infiziert haben, sagt IT-Experte Jewgenij Kaspersky. Auch die Internationale Raumstation soll Virenprobleme haben.

Ist Stuxnet zurück? Der berühmte Computerwurm habe ein russisches Atomkraftwerk befallen, sagte Jewgenij Kaspersky bei einem Auftritt im Canberra Press Club in Australien. Kaspersky will von einem Mitarbeiter des nicht näher benannten Kraftwerkes erfahren haben, dass die vom Internet abgekoppelte Anlage "schlimm von Stuxnet befallen" sei. Es ist nicht die einzige Horrorgeschichte, die er bei seiner Rede (YouTube-Video) zum Besten gab.

Stuxnet wurde 2010 entdeckt

Der Computerwurm Stuxnet sorgte weltweit für Aufsehen, als er im Juni 2010 von einer weißrussischen Sicherheitsfirma entdeckt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Schädling bereits mehrere Jahre lang unentdeckt agiert. Als Angriffsziel wurde seinerzeit die iranischen Anlagen zur Urananreicherung in Natanz identifiziert.

Virus kann Maschinen zerstören

Unbemerkt hatte der Wurm dort die Scada-Steuerung (Supervisory Control and Data Acquisition) von Uran-Zentrifugen manipuliert und möglicherweise Tausende der Hightech-Maschinen durch leichte Änderungen der Umdrehungsgeschwindigkeit zerstört. Experten gehen davon aus, dass der Wurm über einen USB-Stick in die Anlage eingeschleust worden sei. Als Urheber der Software werden die USA und Israel vermutet.

Genau so soll der Wurm nun auch in das ansonsten vom Netz abgeschottete russische Atomkraftwerk gelangt sein. Ob oder welche Schäden die Software dabei angerichtet hat, erklärte Kaspersky nicht. Belege für einen Angriff legte er nicht vor.

Viren auf der ISS

Nach Angaben Kasperskys, der selbst eine Firma für Antivirensoftware betreibt, hat auch die Internationale Raumstation ISS mit Computerviren zu kämpfen. Manchmal würden Wissenschaftler mit infizierten USB-Sticks im Gepäck zur Raumstation fliegen.

"Kein Scherz", sagte Kaspersky. "Ich habe mit russischen Raumfahrern gesprochen, und die haben gesagt, dass es von Zeit zu Zeit Virusepidemien auf der Raumstation gibt", zitiert "The Atlantic Wire" den Russen.

Tatsächlich gab es 2008 einen Bericht über einen Virenbefall von Computern auf der ISS. Der damals gefundene Schädling W32.Gammima.AG sei aber keine Bedrohung für die Steuerungs- und Kontrollsysteme der Anlage gewesen. Vielmehr habe es sich bei dem Virus um ein Programm gehandelt, das persönliche Informationen von PC-Usern ausspähen sollte.

Schon damals war festgestellt worden, dass viele der an Bord der ISS genutzten Laptops ohne Virenschutz betrieben werden.

Mehrere Betriebssysteme an Bord der ISS

Die Raumstation kreist seit 1998 im Erdorbit. Viele der an Bord aktiven Rechner laufen seither mit einem Linux-Betriebssystem (PDF). Einige Laptops waren allerdings auch mit Windows NT bestückt. Mitte 2013 entschied sich die Nasa, ganz auf Linux umzustellen. Von einigen der russischen Laptops an Bord der Raumstation ist nicht bekannt, mit welchem Betriebssystem sie laufen.

Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von t-online.de Digital.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Highspeed-Surfen + digital fernsehen & 120,- € TV-Bonus
bei der Telekom bestellen
Shopping
Nur noch heute Aktionsrabatt auf alles sichern!
Denim, Blusen, Kleider u.v.m. bei TOM TAILOR
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017