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Neue Snowden-Enthüllung  

Die NSA missbraucht Cookies von Google für ihre Spionage-Zwecke

11.12.2013, 14:37 Uhr | t-online.de, dpa

NSA missbraucht Cookies von Google für ihre Spionage-Zwecke. Netzwerkkabel vor Monitor mit NSA-Logo und Tastatur (Quelle: imago/Eibner)

Die NSA nutzt Google-Cookies. (Quelle: Eibner/imago)

Die NSA greift beim massenhaften Sammeln von Nutzerdaten offenbar auf Cookies der Werbeindustrie zurück. Die "Washington Post" berichtet, dass der amerikanische Geheimdienst Informationen von Cookies nutze, um Internetnutzer zu identifizieren. Das gehe aus den Dokumenten des ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden hervor. Wie die NSA an die Daten kommt, sei unklar.

Vor allem ein Cookie von Google namens "PREF-Cookie" sollen die NSA und auch der britische Geheimdienst GCHQ genutzt haben. Dieser Cookie enthält eine eindeutige ID, die der Browser an Google sendet, sobald ein Nutzer einen Dienst von Google benutzt. Persönliche Informationen wie Name oder E-Mail-Adresse sind üblicherweise nicht enthalten.

"Cookies" werden von Internetdiensten und Werbenetzwerken genutzt. Dabei handelt es sich um Dateien, die zeitlich beschränkt auf dem Computer abgelegt werden. Sie registrieren, welche Webseiten ein Nutzer besucht und dienen beispielsweise dazu, dass sich ein Nutzer beim wiederholten Besuch einer verschlüsselten Seite nicht jedes Mal neu anmelden muss.

Cookies können gelöscht werden

Unternehmen nutzen diese Informationen, um Webseitenbesuchern auf sie zugeschnittene Werbung anzuzeigen. Cookies sind nicht zuletzt deshalb umstritten, weil vielen Internetnutzern gar nicht bewusst ist, welche Seiten wie viele Informationen über sie sammeln. Cookies sind jedoch nicht versteckt abgelegt und sind vom Nutzer einsehbar und können auch einfach gelöscht werden.

Die NSA kann mit Hilfe des Google-Cookies nicht nur mitschneiden, welche Webseiten in einem Browser aufgerufen werden. Sie kann darüber auch jegliches Surfverhalten eines Nutzers im Internet erkennen und ihn so mit manipulierter Software angreifen und ausspionieren.

NSA spürt mit Cookies mobile Geräte auf

Außerdem soll die NSA Cookies auch dazu nutzen, weltweit mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets aufzuspüren. Viele Apps für Android und iOS, aber auch die Betriebssysteme selbst schneiden den Aufenthaltsort des Nutzers mit. Die NSA sammele diese Daten in großem Umfang unter dem Codenamen "Happyfoot", schreibt die Washington Post. Dank der Daten könnten mobile Geräte viel genauer geortet werden, als mit üblichen Lokalisierungs-Diensten.

Wie die NSA an die Cookies von Google gelangt, gehe aus den Unterlagen nicht hervor. Allerdings gehören Cookie-Daten zu der Sorte Informationen, deren Herausgabe die NSA nach dem Foreign Intelligence Surveillance Acts (Fisa) von Unternehmen verlangen kann. Dieses Gesetz regelt die Auslandsaufklärung und Spionageabwehr der Vereinigten Staaten und wurde bereits 1978 verabschiedet.

Google sagt dazu nichts

Google lehnte gegenüber der "Washington Post" eine Stellungnahme zur Verwendung von Google-Cookies durch die NSA ab. Der Internet-Konzern hatte Anfang der Woche zusammen mit Branchengrößen wie Facebook, Microsoft und Apple eine weltweite Reform der Internet-Überwachung gefordert.

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