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Wikileaks-Gründer Assange ruft zur Unterwanderung der Geheimdienste auf

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Hacker-Kongress  

Wikileaks ruft zur Unterwanderung der Geheimdienste auf

30.12.2013, 11:27 Uhr | dpa

Wikileaks-Gründer Assange ruft zur Unterwanderung der Geheimdienste auf. Sarah Harrison und auf der Videoleinwand Julian Assange. (Quelle: dpa)

Sarah Harrison spricht auf dem 30C3 zu Hackern. Auf der Videoleinwand ist Julian Assange zugeschaltet. (Quelle: dpa)

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat auf dem 30. Chaos Communication Congress (30C3) Computerexperten zur Unterwanderung der Geheimdienste aufgerufen. Sie sollen Edward Snowdens Beispiel folgen und weitere Informationen über deren Aktivitäten an die Öffentlichkeit bringen.

Die totgesagte Enthüllungsplattform Wikileaks legte auf dem Hackerkongress 30C3 einen großen Auftritt hin. Gründer Julian Assange, Internetaktivist Jacob Appelbaum und Snowden-Begleiterin Sarah Harrison richteten in Hamburg einen nachdrücklichen Appell an die Hacker und Computerexperten.

Sie sollten Geheimdienste wie die NSA oder den britischem GCHQ und andere Institutionen infiltrieren und wie Edward Snowden geheime Informationen öffentlich machen.

Admins sollen wie Edward Snowden ihre Macht nutzen

System-Administratoren hätten enorme Macht, sagte Assange per Videoübertragung aus der ecuadorianischen Botschaft in London. Die sogenannten Sysadmins verwalten Netzwerke und kennen daher die Struktur der Systeme.

Sie sollten Geheimdiensten und Firmen beitreten beziehungsweise sich einstellen lassen, Informationen sammeln und diese öffentlich machen, forderte Assange. Selbst einzelne System-Administratoren könnten großen Einfluss haben, wenn sie Informationen veröffentlichten.

Videoverbindung zu Assange instabil

Die Videoverbindung zu Assange über Skype brach mehrmals ab – so auch bei der Frage, wie die Aktivisten die Flucht von Snowden aus Hongkong organisierten.

Seine Mitstreiter auf der Bühne witzelten, dass wohl die Geheimdienste hinter der stockenden Videoverbindung steckten. Sie ernteten Lacher beim Publikum. Harrison bekam zu Anfang ihres Auftritts stehenden Applaus.

Wikileaks macht trotz Druck weiter

Harrison betonte, Wikileaks arbeite trotz des Drucks der US-Regierung weiter. "Wir setzen unsere Veröffentlichungen fort", sagte sie. Sie könne derzeit aus Angst vor Strafverfolgung nicht nach Großbritannien zurückkehren. "Deswegen bleibe ich in Deutschland."

Sarah Harrison, die den ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Snowden auf seiner Flucht begleitete, ist überraschend beim Chaos Communication Congress aufgetreten. Bei einem angekündigten Vortrag der Wikileaks-Aktivisten Assange und Appelbaum trat Harrison ebenfalls auf die Bühne des Hamburger Kongresszentrums.

Kritik am Auftritt von Julian Assange

An dem Auftritt von Assange hatte es zuvor auch Kritik gegeben. Einige Aktivistinnen fanden es nicht angemessen, Assange sprechen zu lassen, während Vorwürfe wegen sexueller Vergehen gegen ihn weiter offen sind.

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