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BSI-Sicherheitstest kam nicht zu spät - Datenschützer gibt Rückendeckung

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Zu spät informiert?  

Datenschützer gibt Rückendeckung: BSI hat richtig reagiert

23.01.2014, 18:59 Uhr | t-online.de, dpa

BSI-Sicherheitstest kam nicht zu spät - Datenschützer gibt Rückendeckung. BSI Gebäude in Bonn. (Quelle: dpa)

Datenschützer Thilo Weichert stärkt dem in der Kritik stehenden BSI den Rücken. (Quelle: dpa)

Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert hat dem derzeit in der Kritik stehenden Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Rückendeckung gegeben. Während Linke-Parteichef Bernd Riexinger das BSI für die späte Veröffentlichung des millionenfachen Datendiebstahls kritisiert, betont Weichert, dass es richtig war, die Warnung gründlich vorzubereiten.

Nach dem millionenfachen Diebstahl von Online-Zugangsdaten, über den das BSI am Dienstag informiert hatte, mehren sich die Forderungen nach einer schnelleren Reaktion der Behörden. Das BSI hatte am Mittwoch eingeräumt, bereits im Dezember von dem Datenklau gewusst zu haben.

Thilo Weichert rechtfertigt im Interview mit dem Deutschlandfunk die Vorgehensweise des BSI. Es sei richtig gewesen, mit der Aufklärung zu warten, bis die Behörde in der Lage gewesen sei, einen Sicherheits-Check für die Betroffenen anzubieten. Das BSI hat eine Internetseite eingerichtet, auf der Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind.

Geklaute Daten schon länger im Netz unterwegs

Weichert wies darauf hin, dass der Datenklau dem BSI zwar bereits im Dezember bekannt war, die Daten nach derzeitigem Wissen aber aus verschiedenen Quellen stammen und nicht erst im Dezember gestohlen wurden. "Die sind teilweise schon monatelang im kriminellen Milieu unterwegs", sagte er. Da halte er es gerade noch für hinnehmbar, dass das BSI drei Wochen mit der Warnung gewartet habe.

"Tatsächlich hätte natürlich das BSI vorher eine Information geben können", sagte Weichert am Donnerstag im Deutschlandfunk. "Wenn die aber von der Infrastruktur noch nicht in der Lage waren, jetzt dann so einen Check durchzuführen und dann umfassend auch eine Rückmeldung zu geben an die betroffenen Internet-User, dann wäre wahrscheinlich die Hysterie und die Empörung noch größer gewesen."

Vorbereitung habe Zeit gebraucht

Ähnlich argumentiert auch BSI-Präsident Michael Hange. Die Herausgabe einer Warnung habe "extrem gut vorbereitet" werden müssen: Den Sicherheitscheck programmieren, Technik- und Datenschutzfragen klären – all das habe Zeit gebraucht. "Wir haben schon sehr schnell gemacht. Schneller geht es nicht."

Die Linke sieht mögliche Forderungen auf den Bund zukommen. "Millionen Deutsche, die einen Monat lang nicht über den Diebstahl ihrer digitalen Identität informiert wurden, werden sich mit ihren Ansprüchen sicher an den Bund wenden, wenn in dieser Zeit Schaden angerichtet wurde", sagte Linke-Parteichef Bernd Riexinger der Rheinischen Post am Donnerstag.

Mehr Geld für Sicherheitsforschung

Der netzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lars Klingbeil, hat mehr Investitionen in die Sicherheitsforschung gefordert. "Dieser Fall zeigt, wie sich das Thema Identitätsklau im Netz entwickelt hat, und dass wir damit auch in Zukunft wohl noch viel zu tun haben werden", sagte Klingbeil der Zeitung Tagesspiegel am Mittwoch.

Es sei Aufgabe der Politik, die digitale Selbstständigkeit des Bürgers zu unterstützen und die Sicherheitsforschung zu stärken. "Das wird Geld kosten, was wir aber investieren sollten", betonte Klingbeil.

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