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Transparenz-Offensive  

Microsoft lässt Regierungen in Programmcode seiner Software schauen

05.02.2014, 16:50 Uhr | dpa

Microsoft lässt Regierungen in Programmcode seiner Software schauen. Microsoft Windows (Quelle: dpa)

Microsoft ermöglicht Einsicht in Quellcode. (Quelle: dpa)

Der NSA-Skandal hat die Internet-Branche in den USA schwer erschüttert. Auch Microsoft fürchtet, Vertrauen eingebüßt zu haben und wirbt mit einer neuen Transparenzpolitik um die Gunst von Regierungen. Dazu gewährt der Konzern Regierungsvertretern Einblick in den Quellcode der von Microsoft angebotenen Betriebssysteme und Programme.

In einem neuen "Transparenz-Zentrum" in Brüssel sollen Regierungsvertreter die Programmbausteine der Software einsehen können, teilte das Unternehmen am Dienstag in einem Blogbeitrag mit. Microsoft wolle damit zeigen, dass es in den Programmen keine Hintertüren für Geheimdienste oder Regierungen gebe.

Der Quellcode der Software ist eines der bestgehüteten Geheimnisse von Microsoft. Um Quellcode einzusehen, mussten Regierungskunden bislang eigens in die USA reisen. "Das sind sozusagen unsere Kronjuwelen", sagte ein Firmensprecher der dpa.

Mit dem Zentrum in Brüssel will Microsoft jetzt auch in Europa den Einblick in die Quellcodes der "Schlüsselprogramme" gewähren. Neben den Betriebssystemen sind das die wichtigsten Anwenderprogramme des Software-Konzerns.

BSI will Angebot prüfen

Das zuständige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wolle diese Möglichkeiten prüfen, erklärte ein Sprecher der Behörde. Danach werde entschieden, ob eine Einsicht "fachlich sinnvolle Erkenntnisse" bringen könne. Das BSI ist unter anderem dafür zuständig, dass die Computersysteme der Bundesregierung sicher laufen.

Bei Betriebssystemen wie Windows oder Windows Phone zumindest könnte der Erkenntnisgewinn in puncto Sicherheit gering sein, schätzen Experten: Ihr Programmcode besteht aus vielen Millionen Zeilen und ist kaum mehr überschaubar.

Vertrauensverlust durch NSA-Spionage

Der NSA-Skandal hat für viel Verunsicherung und Sorge um den Datenschutz vor allem gegenüber amerikanischen IT-Unternehmen gesorgt. So werden sie verdächtigt, den Geheimdiensten umfangreich Zugang zu Programmen und Daten zu gewähren. Firmen wie Google, Facebook, Apple oder Microsoft bemühen sich derzeit, das Vertrauen ihrer Kunden zurückzugewinnen.

Unlängst hatte die US-Regierung die Schweigepflicht für die Firmen gelockert. Mehrere Firmen, darunter auch Microsoft, haben daraufhin Details zu den von der NSA an sie gerichteten Anfragen veröffentlicht.

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