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Datendiebstahl: Hacker erbeuten 18 Millionen E-Mail-Login-Daten

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Massiver Datenklau  

Hacker knacken 18 Millionen E-Mail-Konten

04.04.2014, 08:19 Uhr | dpa, t-online.de

Datendiebstahl: Hacker erbeuten 18 Millionen E-Mail-Login-Daten. Notebook zeigt Code an (Quelle: dpa)

Experten schlagen Alarm: Cyberkriminelle können über ein Leck in Online-Shops an die Daten von Millionen E-Mail-Nutzer gelangt. (Quelle: dpa)

Die Staatsanwaltschaft Verden ist auf den bisher größten Fall von Datendiebstahl in Deutschland gestoßen. Wie Spiegel Online berichtet, haben Ermittler 18 Millionen E-Mail-Adressen samt der dazugehörigen Passwörter sichergestellt. Die Login-Daten werden angeblich bereits aktiv missbraucht.

Wenige Monate, nachdem Ermittlern 16 Millionen geklaute Datensätze zugespielt worden waren, folgte bereits der nächste große Datendiebstahl. Besonders brisant in diesem Fall: Viele der Login-Daten sind laut Informationen von Spiegel Online noch aktuell. Kriminelle hätten mit den Daten nicht nur Zugang zu den privaten E-Mails, sondern könnten sich auch in Netzwerke einwählen und im Internet einkaufen, wenn der Nutzer dort die gleiche Passwort-Kombination nutzt.

Dabei sei bisher unklar, wie viele Internetnutzer in Deutschland betroffen sind, da zahlreiche Maildressen die internationale Kennung ".com" aufweisen.

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Unklar wie viele Nutzer von Attacke betroffen

Es sei aber von weniger Betroffenen in Deutschland auszugehen als bei dem im Januar bekannt gewordenen Datendiebstahl, erklärte Lutz Gaebel von der Staatsanwaltschaft Verden T-Online.de. Nach einer Prüfung von 30 Millionen E-Mail-Adressen durch das Bundesministerium für Sicherheit in Informationstechnik (BSI) waren 1,6 Millionen Nutzer von der ersten Attacke betroffen.

Die Staatsanwaltschaft gab nach Angaben Gaebels den Datensatz an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI zur "Einleitung von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr" weiter. Unter welchen Umständen die Staatsanwaltschaft die Daten gefunden hatte, blieb zunächst unklar.

Hacker-Bande sitzt vermutlich in Osteuropa

Der Staatsanwaltschaft zufolge sind alle großen Mail-Anbieter in Deutschland sowie einige internationale Provider von dem Datendiebstahl betroffen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei den aktuell entdeckten Daten um "frische Mail-Konten" handelt, die noch aktiv genutzt werden und nicht in weiten Teilen mit dem im vergangenen Jahr entdeckten Bestand identisch sind. Das könnte dem Fund noch einmal besondere Brisanz verleihen.

Konten werden bereits missbraucht

Derzeit sollen bereits Teile davon für kriminelle Aktivitäten missbraucht werden, etwa zum Versenden von Spam-Mails. Im Netz gibt es einen regen Schwarzmarkthandel mit solchen Zugangsdaten.

Das BSI war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Laut Spiegel Online hängt der Fall aber mit dem im Januar bekannt gewordenen Datendiebstahl zusammen. Wahrscheinlich stecken sogar dieselben Täter hinter den Datendiebstählen, heißt es in dem Bericht. Ermittlungen führten zuletzt nach Osteuropa.

Erst vor wenigen Monaten war ein Paket von rund 16 Millionen gestohlenen E-Mail-Adressen aufgetaucht. Forscher und Strafverfolger waren darauf bei der Analyse von sogenannten Botnetzen gestoßen und übergaben den Fund dem BSI. Die Behörde hatte schließlich im Januar die Öffentlichkeit informiert und auf einer Website einen Sicherheits-Check eingerichtet. Dort konnten Nutzer ihre Mail-Adresse angeben und prüfen lassen, ob sie betroffen war. Die Website war mehrfach unter dem Ansturm der Nutzer zusammengebrochen.

Zögerliche Information der Betroffenen

Das BSI war am Donnerstagabend zunächst nicht zu erreichen. Nach Informationen, die dem Fachportal "heise security" vorliegen, hat die Behörde erneut den Auftrag erhalten, die Betroffenen zu informieren. Demnach wolle das BSI aber erst "Anfang nächster Woche" eine entsprechende Mitteilung veröffentlichen.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Fälle von großem Daten-Diebstahl im Netz gegeben. So wurden dem Elektronik-Konzern Sony im Frühjahr 2011 Informationen von über 100 Millionen Nutzern seiner Online-Dienste gestohlen. Darunter waren auch Kreditkarten-Daten. Trotz dieser Dimension wurden kaum Fälle von finanziellem Missbrauch bekannt.

Hacker-Opfer sollten ihren Computer säubern

Als Vorsichtsmaßnahme sollten Internetnutzer ihren PC mit einer Antiviren-Software von Schädlingen säubern und die Passwörter für ihre Online-Profile ändern. Dies gilt sowohl für E-Mail-Konten, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter als auch für Online-Shops und andere Internetseiten, auf denen sich Nutzer mit persönlichen Daten registrierten.

Zur Säuberung empfehlen sich Virenscanner, die sich über externe Speichermedien wie zum Beispiel einen USB-Stick starten lassen. Ein gezielteres Vorgehen ist erst möglich, wenn Späh-Programme wie Bot-Viren und Trojaner erkannt und identifiziert worden sind.

Auch die Neuinstallation eines infizierten Betriebssystems sollte nur von erfahrenen PC-Nutzern und nicht ohne eine Datensicherung auf externe Datenträger vorgenommen werden.

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