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Mit diesen Passwort-Managern fällt das Ändern des Kennworts leicht

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Nutzerkonten absichern  

Mit diesen Passwort-Managern fällt das Ändern des Kennworts leicht

10.04.2014, 18:35 Uhr | swe, t-online.de

Mit diesen Passwort-Managern fällt das Ändern des Kennworts leicht. Internet-Verschlüsselung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Passwort-Manager erleichtern das Leben bei vielen Benutzerkonten mit vielen unterschiedlichen Kennwörtern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Egal ob für E-Mail, Facebook oder Online-Banking: Eine gravierende Schwachstelle in dem Internet-Sicherheitsprotokoll OpenSSL droht die Millionen Passwörter offenzulegen, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die meisten Online-Dienste haben das Sicherheitsleck bereits behoben. Die Gefahr ist jedoch erst gebannt, wenn die Nutzer der gefährdeten Dienste ihre Passwörter erneuern. Wir erklären, wie Sie mithilfe von Passwort-Managern gleich mehrere sichere Passwörter erstellen und trotzdem den Überblick behalten.

Ausgerechnet Internetverbindungen, die bisher als sicher galten, können durch eine Sicherheitslücke angezapft werden. Mit OpenSSL verschlüsselte Internetseiten wie Facebook, zahlreiche Dienste von E-Mail-Anbietern und Banken waren somit angreifbar. Ein Update, das von den Betreibern der Internetseiten installiert werden muss kann den Fehler beheben. Die Deutsche Telekom hat sofort reagiert und die Lücke unmittelbar nach Bekanntwerden geschlossen. Ebenso haben viele andere Unternehmen ihre Online-Dienste wieder abgesichert.

Dennoch sollten Internetnutzer ihre Passwörter bei allen betroffenen Online-Diensten ändern. Dabei ist ratsam für jeden Dienst ein anderes Passwort zu wählen, das aus mindestens acht (besser zehn) Zeichen besteht. Die Kennwörter sollten zudem Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

Schwer knackbare Passwörter wie 3&HxfT40"z müssen Sie sich aber nicht unbedingt selbst ausdenken. Auf der Internetseite Secure Password Generator (passwordgenerator.net) lassen sich ohne viel Aufwand gleich mehrere dieser kryptischen Zeichenkombinationen produzieren. Leider lassen sichere Kennwörter fast ebenso schwer merken wie knacken.

Praktische Helfer sorgen für Komfort

Unterstützung leisten dabei sogenannte Passwort-Manager, die alle Kennwörter verschlüsselt für den Nutzer aufbewahren. Der Anwender muss sich dann nur noch ein einziges, das sogenannte Master-Passwort merken, um den Bestand an "Schlüsseln" wieder einsehen zu können.

Von solchen Programmen gibt es inzwischen jede Menge, doch nicht alle sind leicht zu bedienen, auf mehreren Geräten nutzbar oder mit praktischen Komfortfunktionen ausgestattet.

Ein Passwort-Manager für alle Geräte

Das Programm Last Pass etwa vereint dies alles. Nachdem Sie sich ein Nutzerkonto angelegt haben, können Sie sich eine Erweiterung für alle gängigen Internetbrowser herunterladen, um dort Ihre Kennwörter zu verwalten. Mit dem Browser-Plugin "überwacht" Last Pass die Internetseiten, die Sie besuchen und schlägt bei jedem Login vor, die Nutzerdaten abzuspeichern. Sobald diese im sogenannten Tresor liegen, reicht ein Klick auf den dort hinterlegten Account und die gespeicherte Seite öffnet sich und wählt Sie direkt ein.

UMFRAGE
Nutzen Sie Passwort-Manager?

Wer irgendwann sein Passwort ändern möchte, kann sich außerdem von Last Pass sichere Kennwörter generieren lassen und darf dabei wählen, wie lang der entworfene Schlüssel werden soll, ob Sonderzeichen, Groß- und Kleinbuchstaben oder Zahlen verwendet werden. Außerdem lassen sich Nutzerprofile anlegen, in denen die Adresse, Bankverbindung und ähnliche Informationen speichern lassen, um diese zum Beispiel auf Shopping-Seiten schneller eintragen zu lassen.

Last Pass gibt es sowohl für Windows, Mac und Linux als auch in Form einer App für iOS, Android und alle erdenklichen Handy-Betriebssysteme. Außerdem bietet der Passwort-mager eine Cloud-Synchronisation: Über eine Internetseite kann jeder registrierte Nutzer von unterwegs oder von einem x-beliebigen PC so auf seine Passwörter zugreifen. Wer Last Pass jedoch auf dem Smartphone nutzen möchte, muss nach einer 14-tägigen Testphase einen Dollar pro Monat (rund 0,72 Euro) bezahlen.

Mehr Umfang bedeutet Kosten

Das Shareware-Programm 1Password ist ähnlich aufgebaut wie Last Pass und bietet ebenso Erweiterungen für die gängigsten Browser, eine Smartphone-App und einen Passwort-Generator. Allerdings lassen sich hier zum Beispiel auch Software-Lizenzen oder Bankverbindungen und Kreditkarteninformationen hinterlegen.

Der vergrößerte Funktionsumfang schlägt allerdings für die Windows- und Mac-Versionen mit rund 50 Dollar (circa 36 Euro) zu Buche, die iOS-App kostet knapp 18 Dollar (etwa 13 Euro). Die Android-App gibt es im Play Store von Google zwar kostenlos, allerdings erlaubt diese nur den Zugriff auf die in der Cloud abgelegten Daten. Neue Passwörter anlegen oder bestehende bearbeiten, das geht damit nicht.

Kostenfrei dank vieler Helfer

Wer nach einem gänzlich kostenfreien Passwort-Manager sucht und darauf verzichten kann, seine Kennwörter mit dem Smartphone oder anderen Rechnern zu synchronisieren, der greift am besten zu KeePass Password Safe.

Die Grundfunktionen gleichen denen der beiden anderen Programme, allerdings lässt sich KeePass zum Beispiel mit dem Windows-Nutzerkonto verknüpfen, sodass kein eigener Login in das Programm nötig ist. Außerdem hat es eine Export-Funktion im Gepäck, mit der Sie gespeicherte Nutzerkonten zum Beispiel als Text- oder HTML-Datei abspeichern können. Außerdem verbleiben Ihre Daten auf Ihrem PC und werden nicht verschlüsselt in den Online-Speicher der Anbieter geladen.

Fraunhofer-App führt Hacker in die Irre

Auch für den umgekehrten Fall gibt es eine Software-Lösung. Wenn Sie Ihre Kennwörter nur auf dem Smartphone verwalten möchten, bietet das Fraunhofer Institut mit einer App namens iMobileSitter (iOS) beziehungsweise MobileSitter (Android) die entsprechende Lösung. Die App kostet allerdings 5,49 Euro.

Passwörter, PINs und TANs können in der App hinterlegt und verschlüsselt werden. Das gemeine daran für Hacker: Falls die App einen Hacker-Angriff bemerkt, liefert sie dem Kriminellen zwar ein Ergebnis aus, dabei handelt es sich jedoch nicht um das tatsächliche Passwort, sondern schlicht um eine zufällige Zeichenzahl, die extra generiert wird. Damit wird der Hacker zunächst zufrieden gestellt, hat aber wertlose Bits und Bytes erbeutet.

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