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Neue Masche  

Abofallen-Betrüger verbreiten im Internet falsche Gerichtsurteile

11.08.2014, 13:02 Uhr | dpa, t-online.de

Abofallen-Betrüger verbreiten im Internet falsche Gerichtsurteile. Abofallen-Betrüger unterstreichen Forderungen mit gefälschten Gerichtsurteilen. (Quelle: imago/blickwinkel)

Abofallen-Betrüger unterstreichen Forderungen mit gefälschten Gerichtsurteilen. (Quelle: blickwinkel/imago)

Abofallen-Betrüger setzen auf eine neue Masche: Sie streuen im Internet fingierte Gerichtsurteile, so dass Verbraucher den Eindruck bekommen, die dubios zustande gekommenen Verträge seien rechtsgültig. Sowohl das OLG Frankfurt als auch die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnen vor diesen neuen Tricks und raten betroffenen Nutzern, die Forderungen auf keinen Fall zu bezahlen.

Wer eine Mahnung oder eine Abmahnung bekommt, gibt die Namen von Kanzleien oder fordernden Unternehmen oft in eine Suchmaschine ein. Diesen Reflex nutzen Abofallen-Betrüger aus, indem sie falsche Urteile und Aktenzeichen im Netz streuen.

Die Premium Media Service Ltd. und die Pable Domainverwaltung Wien versuchten dadurch, Verbraucher einzuschüchtern und den Eindruck zu erwecken, dass auf dubiosen Portalen wie "rezepte-portal-24.net", "routenplaner-24.net" oder "tattoo-vorlagen-24.net" rechtsgültige Verträge zustande gekommen seien.

UMFRAGE
Haben Sie Erfahrungen mit Abo-Abzockern?

Erfundene Urteile erkennen

Die fingierten Urteile vom Oberlandesgericht Frankfurt oder auch vom Amtsgericht Mainz tragen falsche Aktenzeichen wie 8 C 257/15 oder 33 C 358/15. Dass sie frei erfunden sind, erkennen Verbraucher allein schon an der 15 nach dem Schrägstrich: Sie würde bedeuten, dass es sich um ein Verfahren handelt, das 2015 begonnen hat, erklären die Experten.

Bereits Anfang Juli warnten die Verbraucherschützer vor den besagten Rezept- und Routenplaner-Portalen: Wer sich dort mit seiner E-Mail-Adresse registriert hatte, um Zugang zu den Seiten zu bekommen, erhielt völlig überraschend eine Rechnung über 249 Euro für eine einjährige Mitgliedschaft ins Postfach.

Rechnungen keinesfalls bezahlen

Diese sollten Betroffene ebenso wenig begleichen wie auf etwaige Mahnungen und Forderungen der Pable Domainverwaltung eingehen. Denn bei den Portalen, die einer Premium Media Service Ltd. mit Sitz in Belize gehören, handele es sich um Abofallen, bei denen kein gültiger Vertrag zustande kommt.

Denn dass man bei einer Registrierung eine kostenpflichtige Mitgliedschaft eingehen soll, sei wegen weißer Schrift auf hellgrauem Hintergrund nur schwer zu erkennen gewesen. Zudem ist der Kostenhinweis im Fließtext am Seitenende versteckt und damit unzureichend gekennzeichnet. Damit erfüllten die Portale nicht die gesetzlichen Regelungen zum Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrags im Internet.

So schützen Sie sich

Wenn ein Dienst oder Download nur nach vorheriger Angabe persönlicher Daten zugänglich ist, ist dringend Vorsicht geboten. In diesem Fall sollten Internetnutzer die AGB und gegebenenfalls weitere, auch versteckte Hinweise genau durchlesen und auf versteckte Kostenhinweise prüfen. Fast alle Dienste mit versteckten Kostenfallen sind im Internet bei seriösen Anbietern auch kostenlos zu bekommen. Das betrifft Gratis-Software genauso wie Kochrezepte, Textvorlagen oder etwa Sonderangebote.

Die jeweiligen Seitenbetreiber benötigen Name und Adresse, um ihre Zahlungsaufforderungen zu versenden. Sinnvoll ist die Installation der Browser-Erweiterung Web of Trust (WOT), die automatisch vor unseriösen Internetseiten warnt.

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