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FBI sucht nach Nacktfoto-Hackern: Welche Schuld trägt Apple?

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Nach dem Promi-Hack  

Das FBI sucht nach den Nacktfoto-Hackern

02.09.2014, 16:55 Uhr | dpa

FBI sucht nach Nacktfoto-Hackern: Welche Schuld trägt Apple?. Die Schauspielerinnen Kate Upton, Mary Elizabeth Winstead, Sängerin Christina Aquilera, Schauspielerin Kirsten Dunst und Sängerin Ariana Grande sowie die Schauspielerinnen Scarlett Johansson und Mila Kunis (von oben links, Archivfotos). (Quelle: dpa)

Nach dem Diebstahl der Nacktaufnahmen ermittelt nun das FBI. (Quelle: dpa)

Nach dem Diebstahl von Dutzenden Nackfotos von Prominenten wie Jennifer Lawrence, Kim Kardashian oder Rihanna hat nun das FBI die Ermittlungen aufgenommen. Noch ist unklar, wie die Fotos in die Hände der Diebe kamen. Möglicherweise war eine Sicherheitslücke in Apples iCloud dafür verantwortlich. Schauspielerin Kirsten Dunst reagierte mit einem sarkastischen Kommentar.

Normalerweise äußert sich das FBI grundsätzlich nicht zu laufenden Ermittlungen. In diesem Fall seien sie aber mit Blick auf das öffentliche Interesse bestätigt worden, sagte eine Sprecherin dem Finanzdienst Bloomberg am Montag. Details wollte die US-Bundespolizei aber nicht nennen.

Apple prüft unterdessen Spekulationen über eine Hacker-Attacke auf seinen Online-Speicherdienst iCloud als Quelle für die Fotos. "Wir nehmen die Privatsphäre der Nutzer sehr ernst und untersuchen aktiv diesen Bericht", sagte eine Apple-Sprecherin dem Technologieblog "Recode". Zusammen mit den Bildern hatten Unbekannte in Internet-Foren auch die Darstellung gestreut, die Fotos seien aus iCloud erbeutet worden. Konkrete Belege dafür blieben aus.

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Sicherheitslücke oder Spionage?

Apple betonte stets, die Informationen in iCloud würden verschlüsselt gespeichert. Wahrscheinlicher als ein Knacken der Verschlüsselung wäre etwa, dass die Täter über Wege wie fingierte E-Mails oder Nachrichten an die Passwörter herangekommen sein könnten.

Zugleich wurde auf verschiedenen Internetseiten über eine inzwischen geschlossene Lücke in Apples System zur Suche nach verlorenen iPhones spekuliert. Sie habe es Angreifern erlaubt, eine uneingeschränkte Zahl von Passwörtern durchzuprobieren und so mit einem speziellen Programm eventuell die richtige Kombination zu erraten.

Kirsten Dunst mit bissigem Kommentar

Schauspielerin Kirsten Dunst reagierte am Montag bei Twitter mit einem sarkastischen "Danke, iCloud" auf die Veröffentlichung ihrer privaten Bilder. Bislang gibt es allerdings keine belastbaren Hinweise darauf, aus welchen Quellen und wie die Bilder entwendet wurden. Während die Echtheit einiger Fotos bestätigt wurde, wurden andere für Fälschungen erklärt.

Die Schauspielerin Mary Elizabeth Winstead schrieb bei Twitter, sie habe die nun veröffentlichten Bilder bereits vor einigen Jahren gelöscht. Möglicherweise löschte sie die Fotos jedoch nur auf ihrem Smartphone und nicht in der iCloud. IT-Sicherheitsexperten schlossen auch nicht aus, dass ein Hacker die Bilder gesammelt haben könnte und seine Sammlung dann von anderen Angreifern geplündert worden sei.

Imageschaden für Apple

Für Apple kämen Zweifel um die Sicherheit seiner Dienste zur Unzeit: Das Unternehmen will kommende Woche voraussichtlich das iPhone 6 und einen mobilen Bezahldienst vorstellen. Da ist Vertrauen der Kunden besonders wichtig.

Lawrence' Sprecher hatte nach Auftauchen der Bilder am Sonntag erklärt, die Behörden seien eingeschaltet worden. Jeder, der die gestohlenen Fotos veröffentliche, werde belangt. Auch Vertreter des Models Kate Upton drohten dies an.

Zehn Jahre Haft für letzten Promi-Hacker

Es ist bei weitem nicht der erste Einbruch in Computer von Prominenten. So war vor zwei Jahren ein Mann aus Florida nach mehreren Cyberattacken auf US-Stars zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte ein knappes Jahr lang mehr als 50 Opfer, darunter Scarlett Johansson, Mila Kunis und Christina Aguilera, ausspioniert. Er hackte ihre E-Mail-Konten, griff auf private Fotos und Informationen zu und verbreitete sie im Internet.

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