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Google-Chef warnt: Das Internet zerbricht – geht das überhaupt?

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Geht das überhaupt?  

Googles Chef warnt: Das Internet zerbricht

09.10.2014, 17:46 Uhr | yba

Google-Chef warnt: Das Internet zerbricht – geht das überhaupt?. Google-Chef Eric Schmidt (Quelle: Reuters)

Google-Chef Eric Schmidt befürchtet, das Internet könnte infolge des NSA-Skandals zersplittern. (Quelle: Reuters)

"Du hast das Internet kaputt gemacht!" – bisher war dieser Satz eigentlich nur ein Running Gag unter Computer-Nerds. Doch nun warnte ausgerechnet Google-Chef Eric Schmidt, dass durch den Überwachungsskandal um die NSA genau das geschehen könnte – und meinte es ernst.

"Am Ende wird das Internet zerbrechen", sagte Google-Chef Eric Schmidt als er vor den Auswirkungen der Massenüberwachung durch die NSA warnte.

Rein technisch gesehen ist das natürlich ziemlicher Unsinn. Schließlich wurde das Internet entworfen, um einem Atomangriff standzuhalten. Zwar wurde das nicht getestet, aber der weltweite Verbund aus Rechnern und Internetkabeln dürfte das Web vor einer kompletten Zerstörung schützen.

UMFRAGE
Eric Schmidt warnt vor einer Datenlokalisierung, was meinen Sie?

Google-Chef Schmidt meinte auch etwas anderes. Er warnte davor, dass zahlreiche Regierungen Überlegungen anstellen, wie sich Daten wie E-Mails, Passwörter, Fotos und jede Form von Kommunikationsdaten nur noch innerhalb ihrer Landesgrenzen speichern lassen.

Die sogenannte Datenlokalisierung soll vor Übergriffen der Geheimdienste und die Privatsphäre der Internetnutzer vor datenhungrigen Unternehmen wie Facebook, Google und Co. schützen. Das könnte dazu führen, dass jede Regierung ihr eigenes Internet mit eigenen Regeln aufbaue. Aber wäre das wirklich so schlimm? Wir nennen die wichtigsten Argumente, die für und gegen eine Datenlokalisierung sprechen.

Drei Gründe GEGEN Datenlokalisierung

1. Eine zwanghafte Datenlokalisierung wird teuer. Ein großer Vorteil des Internets ist bisher, dass sich mit relativ wenig Ausgaben in technische Infrastrukturen weltweit Produkte und Dienstleistungen verkaufen lassen. Die Datenlokalisierung könnte das ändern: IT-Firmen müssten dann in zahlreichen Ländern eigene Server betreiben und Leute beschäftigen, die die Server verwalten. Unternehmen wie Facebook und Google machen dies zwar bereits, für viele kleine und mittelständische Unternehmen dürfte dieser Aufwand jedoch zu teuer werden.

2. Das Internet verliert an Vielfalt und Komfort. Das Angebot an verfügbaren Apps, Online-Shops und anderen Diensten – für die sich Nutzer naturgemäß anmelden müssen – könnte durch strenge Datenschutzbestimmung entsprechend abnehmen. Die Dienste würden "weniger effizient und langsamer", warnt Colin Stretch, Leiter der Rechtsabteilung von Facebook.

3. Datenlokalisierung schützt nicht vor Massenüberwachung. Das Internet Governance Forum (IGF) – eine Sachverständigen-Organisation der Vereinten Nationen – bezweifelt, dass die lokale Speicherung von Daten vor fremden Geheimdiensten schütze. Trotz aller technischen Vorkehrungen ließen sich Wege finden, ein regionales Internet abzuhören. Schlimmer noch: Mithilfe einer strikten Datenlokalisierung könne ein Land beste Voraussetzungen dafür schaffen, die eigenen Bürger zu überwachen.

Drei Gründe FÜR Datenlokalisierung

1. US-Firmen umgehen europäische Datenschutzbestimmungen. Eigentlich sollte das "Safe Harbor"-Abkommen sicherstellen, dass sich Unternehmen wie Facebook, Google und Apple sich bei der Verwendung europäischer Nutzerdaten an europäische Datenschutzstandards halten halten. Das Abkommen mit den USA beinhaltet aber eine Ausnahme. Die Firmen müssen keinen Nachweis über die Einhaltung der Standards erbringen. Kritiker fordern daher das "Safe Harbor"-Abkommen auszusetzen und somit die Weiterleitung europäischer Nutzerdaten in die USA zu unterbinden.

2. Die Vormachtstellung der USA wird geschwächt. Das Internet wird derzeit von Firmen wie Google, Apple und Facebook dominiert. Vorschriften zur regionalen Speicherung von Daten könnten nicht amerikanischen Firmen notwendige Luft verschaffen, um eigene Dienste auf den Markt zu bringen. Wobei sich dieser Wettbewerbsvorteil allerdings auf den jeweiligen Binnenmarkt beschränken würde.

3. Das Internet wird stabiler. Eine Datenlokalisierung könnte einen stärkeren Ausbau des Internets mit neuen Internetseekabeln und Knotenpunkten bedeuten, meint die IGF. Dieser positive Effekt käme aber nur zum Tragen, wenn die neuen Strukturen nicht getrennt vom globalem Netz betrieben würden.

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