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The Snappening: So konnten Snapchat-Nacktfotos gestohlen werden

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Snapsaved gesteht  

So wurden die Snapchat-Nacktfotos gestohlen

15.10.2014, 16:06 Uhr | t-online.de, dpa

The Snappening: So konnten Snapchat-Nacktfotos gestohlen werden. Snapchat (Quelle: dpa)

Die Bloßstellung tausender Snapchat-Nutzer geht offensichtlich auf das Konto eines dreisten Drittanbieters. (Quelle: dpa)

Nutzer der Nachrichten-App Snapchat haben den Diebstahl von über 100.000 privaten Nacktfotos offensichtlich dem Drittanbieter Snapsaved zu verdanken. Wenige Tage nachdem Hacker die Bilder im Internet veröffentlichten, erklärte ein anonymer Mitarbeiter des Unternehmens, wie es zu dem "Snappening" kommen konnte.

Der namentlich nicht genannte Administrator von Snapsaved erklärte auf der Facebook-Seite: "Ich möchte die Öffentlichkeit hiermit darüber informieren, dass Snapsaved.com gehackt wurde." Eine fehlerhafte Konfiguration der eigenen Server habe es den Hackern ermöglicht, in das System einzudringen.

Falsch sei allerdings die Behauptung der Hacker, das Inhaltsverzeichnis des Servers hätte offen und ungeschützt zum Download bereitgelegen. Die Hacker hatten dies auf der Internetseite "Pastebin" behauptet und versprachen, die veröffentlichten Nacktfotos daher auch den entsprechenden Snapchat-Profilen zuordnen zu können.

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Snapsaved unterläuft die Selbstzerstörung

Snapchat zeichnet sich dadurch aus, dass sich Bilder nach dem Betrachten binnen weniger Sekunden löschen. Deshalb senden vor allem junge Nutzer darüber Nacktfotos. Über den Dienst werden täglich einige Hundert Millionen Fotos verschickt. Dienste wie Snapsaved bedienen sich einer durchaus dreisten Methode, um die Selbstzerstörungsfunktion zu umgehen. Die Nutzer der Nachrichten-App konnten sich bei Snapsaved mit ihrem Snapchat-Account registrieren. Der Drittanbieter speicherte die empfangenen Nachrichten anschließend auf eigenen Servern – dauerhaft und ohne das Wissen der Absender.

Laut den AGB von Snapchat ist dies zwar verboten, offensichtlich setzen die Betreiber aber keine technischen Hürden ein, die ein solches Geschäftsmodell wirksam verhindern könnten.

Dienst komplett abgeschaltet

Auf der Facebook-Seite von Snapsaved heißt es weiter, dass man sich stets bemüht habe, vor allem die Verbreitung von Kinderpornografie zu bekämpfen. So hätte man sogar Nutzer des eigenen Dienstes den schwedischen und norwegischen Behörden gemeldet.

Nachdem das Sicherheitsleck entdeckt wurde, haben die Betreiber des Dienstes alle Daten von den betroffenen Internet-Servern gelöscht – Snapsaved.com ist derzeit nicht erreichbar. Den Datendieben seien circa 500 MB an Daten, aber keine personenbezogenen Informationen in die Hände gelangt. Anderen Angaben zufolge haben die Hacker aber Daten im Volumen von 13 Gigabyte erbeutet.

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