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Zwipe Mastercard: Fingerabdruck-Scanner soll Kreditkarte sicherer machen

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Zwipe Mastercard  

Fingerabdruck soll Kreditkarte sicherer machen

20.10.2014, 12:18 Uhr | t-online.de

Zwipe Mastercard: Fingerabdruck-Scanner soll Kreditkarte sicherer machen. Mit der Zwipe Mastercard kann mit dem Fingerabdruck bezahlt werden. (Quelle: Hersteller/Imago (Dean Pictures) Montage: t-online.de)

Mit der Zwipe Mastercard kann mit dem Fingerabdruck bezahlt werden. (Quelle: Imago (Dean Pictures) Montage: t-online.de/Hersteller)

Eine Kreditkarte mit eingebautem Fingerabdruck-Scanner soll Zahlungen sicherer und unabhängig von der PIN-Eingabe oder der Unterschrift machen. Der Kreditkartenkonzern Mastercard hat die neue Karte mit der auf biometrische Verfahren spezialisierten norwegischen Firma Zwipe entwickelt und will sie 2015 einführen.

Kreditkartenzahlungen werden derzeit meist mit Unterschrift oder der Eingabe einer vierstelligen PIN autorisiert. Die "Zwipe Mastercard" getaufte Kreditkarte soll sich von einer regulären Karte kaum unterscheiden. Auf dem Kartenchip können Besitzer aber ihre Fingerabdruckdaten speichern. Vor der ersten Zahlung per Fingerabdruck muss der Kartenbesitzer hierzu ein Referenzscan erstellen.

Fingerabdruck auf der Karte gespeichert

Anschließend lassen sich Einkäufe ohne Unterschrift oder PIN tätigen. Dazu muss der Nutzer die Karte im Abstand von höchstens vier Zentimetern an ein Lesegerät halten und die Zahlung per Fingerabdruck autorisieren. Die Karte schickt die für die Zahlung notwendigen Daten per Nahfunk (NFC) an das Kassenterminal. Laut Zwipe verbleiben die gespeicherten Fingerabdruckdaten jederzeit auf dem Kartenchip und werden an keine externe Datenbank übermittelt.

UMFRAGE
Würden Sie per Fingerabdruck bezahlen?

Mastercard zwingt zu NFC

Die Energie der Funkwellen des Kassenterminals soll genügen, um den Fingerabdruck-Scanner in Gang zu setzen, die Karte braucht deshalb keine eigene Stromquelle. Laut Zwipe wird die Karte weltweit mit bestehender Infrastruktur kompatibel sein und funktionieren. Dazu beigetragen hat sicherlich die Politik von Mastercard. Das Unternehmen drängte den Einzelhandel massiv zum Umstieg auf NFC-fähige Kassenterminals.

Die Mastercard mit Fingerabdruck-Scanner soll laut dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" 2015 zunächst in Großbritannien eingeführt werden. Wann weitere Länder folgen, ist derzeit nicht bekannt, aber Mastercard soll an einer weltweiten Einführung arbeiten.

Wie sicher ist das Bezahlen per Fingerabdruck?

Daten werden per NFC generell verschlüsselt übertragen. Allerdings müssen die Zahlungsinformation nach der Übertragung nicht mehr verschlüsselt gespeichert werden, was Unbefugten das Auslesen erleichtert. Zudem haben Sicherheitsforscher bereits wiederholt Sicherheitslücken in NFC-Systemen, etwa für Bahnfahrkarten, entdeckt. Wer Geldkarten mit NFC nutzen möchte, kann Funkangriffe aber mit speziellen Schutzhüllen vereiteln.

Auch der Fingerabdruckscanner dürfte keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Schon kurze Zeit nach der Einführung des Fingerabdruckscanners im iPhone 5s traten findige Tüftler den Beweis an, dass sich ein Fingerabdruck mit einfachen Mitteln fälschen lässt und das iPhone 5s damit auch freigeschaltet werden kann.

Fingerabdruckscanner werden zwar gerne als besonders sichere Funktion beworben, sind im Vergleich zu einer PIN aber vor allem komfortabler. Sicherer ist der kombinierte Einsatz aus Fingerabdruck und PIN. Hat ein Dieb die PIN aber nicht den Fingerabdruck, ist das Geld sicher und umgekehrt.

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