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Hobby-Drohne mit Schusswaffe ausgerüstet

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"Fliegende Pistole"  

Bastler baut eine tödliche Drohne

17.07.2015, 15:04 Uhr | t-online.de

Hobby-Drohne mit Schusswaffe ausgerüstet. Im Video gibt die Drohne mehrere Schüsse ab, ohne dass dabei die Fluglage außer Kontrolle gerät. (Quelle: Screenshot Youtube-Video Hogwit)

Im Video gibt die Drohne mehrere Schüsse ab, ohne dass dabei die Fluglage außer Kontrolle gerät. (Quelle: Screenshot Youtube-Video Hogwit)

Früher oder später musste wohl jemand diese beängstigende Idee in die Tat umsetzen: Ein bisher unbekannter Bastler hat eine handelsübliche Hobbydrohne mit einer Pistole ausgestattet. Auf YouTube führt Nutzer "Hogwit" die tödlichen Eigenschaften seines fliegenden "Spielzeugs" vor.

In einem knapp 15 Sekunden dauernden Video zeigt eine längliche Drohne, an deren Vorderkante eine Pistole montiert ist. Ein fernsteuerbarer Mechanismus zieht den Abzug und die Waffe feuert. Weil Pistolen sogenannte Selbstlader sind, kann mit dieser fliegenden Waffe mehrfach gefeuert werden, bis das Magazin leer ist.

Flugdrohne stabilisiert sich nach jedem Schuss

"Hogwit", der auf seinem YouTube-Kanal dutzende selbst gedrehter Drohnen-Flugvideos zeigt, beschreibt, dass seine "Flying Gun" ein selbst gebauter "Multirotor" mit einem auf 66 Zentimetern verlängertem Rahmen ist. Mehr erklärt er nicht.

Im Video ist zu sehen, dass der Rückstoß der Waffe die Drohne kurz ins Straucheln bringt, doch die Flugelektronik stabilisiert den Quadrocopter jedes Mal und der nächste Schuss wird abgefeuert.

Kommentare von begeistert bis verängstigt

Die Reaktionen auf YouTube fallen sehr unterschiedlich aus. Ein YouTube-Nutzer findet das Ganze "verdammt geil" und ein anderer schreibt: "Das ist echt beeindrucken. So ein Teil will ich haben!"

Doch vor allem die Kritiker finden deutliche Worte. Viele weisen darauf hin, dass diese fliegende Waffe illegal ist. Ein Nutzer schreibt unmissverständlich: "So ein Scheiß wie dieser macht Angst vor der Zukunft."

Ein anderer wütet: "Toll. Sowas wird sicher als Grund für die verrücktesten Anti-Drohnengesetze dienen  und allen den Spaß verderben." Mehrere Kommentatoren schlagen in die selbe Kerbe und kritisieren, dass "Hogwit" mit seinem Video Drohnenbesitzern "keinen Gefallen tut".

Fliegende Mordwaffe

Wie das US-Magazin "The Verge" schreibt, soll es sich bei "Hogwit" um einen US-Teenager und Drohnen-Freak handeln. Gleich mehrere US-Gesetze verbieten jedoch Projekte wie die "Flying Gun" von "Hogwit".

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA schreibt etwa vor, dass in Privatbesitz befindliche Fluggeräte grundsätzlich keine Gefahr für Personen darstellen dürfen. Zudem ist die Montage von Waffen an private Fluggeräte explizit verboten.

Allerdings räumt der zweite Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten ein, dass Personen Waffen tragen dürfen, um sich und ihr Leben zu verteidigen. Auf diese Regulierung berufen sich auch die Erbauer solcher "Roboterwaffen" in den USA gerne. 

Waffe oder Hobby-Drohne?

Ein US-Jurist interpretierte in einem Fachtext im Jahr 2012, dass der zweite Zusatzartikel  tatsächlich zutreffen könnte, wenn so ein Roboter als ganzes als Waffe definiert und die angebaute Pistole nicht (mehr) separat betrachtet wird.

Mit anderen Worten: Die Gesetze in den USA liefern noch keine endgültige Regelung für solche Konstruktionen wie die von "Hogwit".

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