Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Windows 10: Microsoft bezieht Stellung zu Datensammel-Vorwürfen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Späte Erklärung  

Microsoft rechtfertigt Datensammelei von Windows 10

30.09.2015, 10:42 Uhr | t-online.de

Windows 10: Microsoft bezieht Stellung zu Datensammel-Vorwürfen. Microsofts Terry Myerson (links) bezieht Stellung wegen der Datensammelei von Windows 10. (Quelle: dpa/Archivbild)

Microsofts Terry Myerson (links) äußert sich zur Datensammelei von Windows 10. (Quelle: Archivbild/dpa)

Windows-Chef Terry Myerson hat sich erstmals zu den Vorwürfen geäußert, dass Windows 10 zu viele Daten sammle und an US-Server sende. Im Microsoft-Blog bekräftigt Myerson ausdrücklich, dass weder personenbezogene Daten, noch persönliche Vorlieben des Nutzer gespeichert werden.

Viele Kritiker sind sich einig: Windows 10 hat alle Voraussetzungen, wieder ein extrem beliebtes Betriebssystem zu werden. Die neuen Funktionen werden überwiegend positiv bewertet und das System gilt als deutlicher Fortschritt gegenüber Windows 7 und Windows 8.1. Gleichzeitig sind viele Nutzer verärgert darüber, dass Microsoft mit Windows 10 offenbar deutlich mehr Daten sammelt als mit früheren Systemen.

Informationen sollen nur verbessern

In seiner Blog-Nachricht stellte Myerson nun klar, dass alle gesammelten Informationen nur zum Feedback der Windows-Weiterentwicklung gedacht seien. Die übertragenen Informationen sollten die persönliche Nutzererfahrung verbessern, um jedem Kunden die perfekte Anpassung bieten zu können.

Dabei betonte er, dass die Nutzer selbst in der Hand hätten, welche Informationen letztlich von ihnen erhoben werden. In der Tat lässt sich der Datenstrom zu den Microsoft-Servern einschränken. Wie Nutzer die besten Einstellungen vornehmen können, zeigt unser Ratgeber "Windows 10 das Spionieren austreiben.

Trotz eingestellter Privatsphäre verschickt Windows 10 auch weiterhin geheime Datenpakete nach außen. Auf diesen Punkt ging Myerson nicht ein. Welche Daten Microsoft dabei genau sendet, und warum, bleibt also unklar.

Welche Daten Microsoft sammelt

Microsoft teilt die Daten in drei unterschiedliche Kategorien ein: Sicherheits- und Zuverlässigkeitsdaten werden erhoben, um Windows 10 dauerhaft stabil und sicher zu halten. Die erhobenen Daten sollen eine anonyme Gerätekennung, Geräteart sowie Absturzmeldungen enthalten.

Die zweite Kategorie betrifft die Daten zur Personalisierung. Hier versucht Windows 10 prinzipiell vom Nutzer zu lernen. Beispielsweise über die Suchmaschine oder die Sprachassistentin Cortana. Dem Nutzer soll mit personalisierten Inhalten geholfen werden. Myerson ist sich bewusst, dass nicht jeder davon begeistert ist und verwies daher auf tiefere Einstellungen für den Datenschutz, die sich um die Personalisierung drehen.

Die dritte Kategorie beschreibt Daten, die seitens Microsoft grundsätzlich nicht angerührt werden. Es werden die Inhalte von empfangenen E-Mails oder anderen Kommunikationsmöglichkeiten nicht gescannt, um diese beispielsweise für personalisierte Werbung zu missbrauchen. Ein mehr als unübliches Verhalten in der Branche, äußerte sich Terry Myerson.

Das Vertrauen der Kunden verdienen

Aufgrund der Skandale und Spähaffären aus der Vergangenheit leidet die IT-Branche unter einer skeptischen sowie vorsichtigen Haltung der Nutzer. Die Lage war auch dem Windows-Chef nicht verborgen geblieben. Er sprach davon, dass sich jedes Unternehmen das Vertrauen selbst wieder eigenhändig zurückverdienen müsse. Das versuche Microsoft nun mit mehr Transparenz und einer neuen, grundsätzlichen Offenheit.

Abschließend bekräftigt er nochmals, dass alle Daten nur für die Verbesserung des Windows-Dienstes gedacht sind und unterstrich die Wichtigkeit von persönlichem Feedback – egal ob durch Datenerhebung oder die Nutzung der integrierten Feedback-App. Schließlich würden beide Seiten nach dem gleichen Ziel streben: Windows 10 zum besten Betriebssystem zu entwickeln.

Die Frage nach Zeitpunkt und Inhalt

Eine öffentliche Stellungnahme eines hohen Microsoft-Managers zu den Vorwürfen der Kundschaft ist grundsätzlich positiv zu werten, doch muss sich Microsoft hier die Frage wegen des Zeitpunkts gefallen lassen. Windows 10 ist seit zwei Monaten auf dem Markt und die Kritik bezüglich der Datenerhebung existiert nicht erst seit gestern.

Außerdem hat Terry Myerson einige wichtige Fragen geschickt umschifft: Eine wirkliche Antwort, warum Windows 10 trotz korrekt eingestellter Privatsphäre-Einstellungen dennoch geheime Datenpakete nach außen schickt, gab er beispielsweise nicht.

Weitere spannende Digital-Themen finden Sie hier.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Zaubern Sie die Zeichen der Zeit einfach weg
Bye-bye Falten mit Youthlift von asambeauty
Shopping
Boxspringbett inkl. Topper statt 1.111,- € für nur 599,- €
jetzt bei ROLLER.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017