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Apple schmeißt hunderte Spionage-Apps aus dem App-Store

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Prüfprozess hat versagt  

Apple löscht hunderte Spionage-Apps

20.10.2015, 16:50 Uhr | t-online.de

Apple schmeißt hunderte Spionage-Apps aus dem App-Store. Apples Prüfprozess für Apps hat versagt. (Quelle: dpa)

Apples Prüfprozess für Apps hat versagt. (Quelle: dpa)

Apple hat über 250 Apps aus seinem App-Store gelöscht. Der Grund: Die Apps spionierten Daten der Smartphones-Nutzer aus und sendeten diese an Server in China. Es ist möglich, dass die App-Entwickler Apples Zulassungsprüfung austricksen konnten.

Zu den persönlichen Daten, die diese insgesamt 256 Apps sammelten, gehören unter anderem die E-Mail-Adresse, die Apple-ID des Smartphone-Nutzers, die Seriennummer des iPhones oder iPads sowie Informationen über weitere installierte Apps.

Die Apps spionierten mindestens anderthalb Jahre und sollen zusammen mindestens eine Million Mal installiert worden sein. Das meldet die Firma SourceDNA, die sich auf technische Analysen für iOS- und Android-Apps spezialisiert hat. Experten des Unternehmens hatten die Bespitzelung aufgedeckt.

Spionage wurde von chinesischer Firma betrieben

Die Spionagefunktionen steckten demnach in Routinen des chinesischen Werbedienstleisters Youmi. Youmi stellt App-Entwicklern vor allem in China ein Software-Entwicklungswerkzeug (SDK) zum Programmieren von Apps zur Verfügung. 

Über dieses SDK soll die Spionagefunktion ohne Wissen des App-Entwicklers in die jeweilige App eingebaut worden sein. Die gesammelten Daten wurden dann von der manipulierten App an die Server von Youmi geschickt und dort gesammelt.

Apples Prüfprozess hat versagt

Die Zulassungsprüfung, der Apple neue Apps unterzieht, soll eigentlich auch solche Spionagefunktionen aufdecken. Doch der Prüfprozess hat versagt, denn Youmi ist es wohl gelungen, diesen zu täuschen. Das sei sogar recht einfach möglich, was laut SourceDNA besorgniserregend sei.

Laut der Analyse habe Youmi seit zwei Jahren erfolgreich experimentiert, wie verbotene Funktionen verschleiert und mit einer App in den Apple App Store geschmuggelt werden können. 

Der Zweck der Spionage ist bisher unklar

Es sei bisher unklar, für welchen Zweck Youmi diese persönlichen Nutzerdaten gesammelt habe. Youmi habe seine Spionagefunktionen immer weiter verfeinert und ausgebaut. Als Apple mit iOS 8 das Auslesen der Geräte-Seriennummer durch fremde Software-Schnittstellen blockierte, wurde das umgangen, indem Details von einzelnen Bauteilen ausgelesen wurden – beispielsweise die Seriennummer des Akkus, die dann als Identifikation für ein bestimmtes Gerät genutzt und gespeichert wurde.

Apple kommentiert den Vorfall

Apple hat mit einem offiziellen Statement auf den Vorfall reagiert. Darin wird beschrieben, dass alle mit Youmis SDK entwickelten Apps gelöscht wurden und keine neuen Apps akzeptiert werden, die damit programmiert wurden. 

Außerdem arbeite man mit den Entwicklern der betroffenen Apps zusammen, damit diese möglichst schnell neue Versionen ihrer Smartphone-Programme anbieten können, die keine Datenspionage mehr betreiben.

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