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Echtheit unklar  

Wikileaks veröffentlicht angeblich gehackte Mails von CIA-Chef Brennan

22.10.2015, 12:34 Uhr | AP

Wikileaks veröffentlicht angebliche Mails von CIA-Chef Brennan. CIA-Chef John O. Brennan während einer Tagung im März 2015. (Quelle: dpa/Archivbild)

CIA-Chef John O. Brennan während einer Tagung im März 2015. (Quelle: Archivbild/dpa)

Nach dem mutmaßlichen Hackerangriff auf das private E-Mail-Konto von CIA-Chef John O. Brennan hat die Enthüllungsplattform Wikileaks jetzt Inhalte veröffentlicht, die aus dieser Quelle stammen sollen. In den Dokumenten gehe es unter anderem um CIA-Folter und die Iran-Politik.

Unter den Schriftstücken finden sich ein teilweise ausgefüllter Antrag Brennans auf eine Sicherheitsüberprüfung,  eine Notiz zur Iran-Politik sowie ein Brief eines republikanischen Abgeordneten über CIA-Verhörmethoden. Offen blieb zunächst, ob durch die Veröffentlichung des Fragebogens zu seiner Sicherheitsprüfung auch geheime Informationen zur nationalen Sicherheit in Umlauf gerieten.

Als mutmaßlicher Hacker gab sich ein Mann zu erkennen, der sich im Gespräch mit der Zeitung "The New York Post" als Schüler vorstellte, der mit seiner Cyberattacke gegen die US-Außenpolitik protestieren wollte. Dazu habe er sich als Mitarbeiter des Telekommunikationsanbieters Verizon ausgegeben und so einen anderen Angestellten dazu gebracht, Informationen über Brennans Konto preiszugeben.

Dokumente sind älteren Datums

Alle enthüllten Dokumente stammen aus der Zeit vor 2009, also bevor Brennan als Anti-Terror-Berater ins Weiße Haus kam. Für den Posten reichte er zuvor einen Antrag auf Sicherheitsüberprüfung ein. In dem gehackten Dokument finden sich neben der Sozialversicherungsnummer seiner Frau auch Namen von früheren Kollegen.

Die CIA erklärte, es gebe keinen Hinweis darauf, dass die bisher veröffentlichten Dokumente als geheim eingestuft worden sind. Vielmehr sei allgemein anzunehmen, dass eine Privatperson mit "Interesse an und Kenntnissen über die Nationale Sicherheit" derartiges Material besitze. "Der Hackerangriff ist etwas, dass jedem passieren kann und ist nicht anzupreisen, sondern zu verurteilen", erklärte die CIA. Opfer sei die Familie Brennans.

"Zuckerbrot und Peitsche" mit dem Iran

Unter den Informationen findet sich auch eine Notiz Brennans, die er nach Obamas Wahlsieg im Jahr 2009 verfasst hatte und die offenbar für den Präsidenten gedacht war. Darin beschäftigt er sich mit dem Umgang mit dem Iran. Der damalige Berater warb für eine pragmatische Herangehensweise nach dem Motto "Zuckerbrot und Peitsche", derer sich die US-Regierung letztlich zum Teil bedienen sollte, um Teheran zu Verhandlungen über eine Zähmung seines Atomprogramms zu bewegen.

"Die USA haben keine andere Wahl als Wege zur Koexistenz zu finden – und mit Teheran auszukommen, ganz egal welche Regierung dort an der Macht ist", schrieb Brennan. Doch auch der Iran werde mit den USA "auskommen" müssen. Denn die Möglichkeiten Teherans zur Förderung seiner politischen und wirtschaftlichen Interessen hingen von einem nicht-feindlichen Verhältnis mit dem Westen ab. In der Notiz findet sich zudem Kritik an Obamas Vorgänger George W. Bush. "Unbegründet" habe dieser den Iran als Teil der weltweiten "Achse des Bösen" gebrandmarkt, schrieb Brennan.

Schreiben zur CIA-Folter

Zu den mutmaßlich gehackten Dokumenten zählt auch ein auf 2008 datiertes Schreiben des damaligen republikanischen Senators Kit Bond. Dieser erläutert Kollegen darin seinen Vorschlag, wonach die umstrittenen CIA-Verhörpraktiken nicht so stark eingeschränkt werden sollten, wie es im Handbuch des US-Militärs vorgeschrieben wäre.

Warum Bonds Brief im Besitz von Brennan war, ist unklar. Der heutige CIA-Chef hat die brutalen Verhörmethoden des US-Auslandsgeheimdiensts zwar als Mittel zur Gewinnung wertvoller Informationen verteidigt, zugleich aber den Beschluss Obamas zum Verbot der Praktiken unterstützt.

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