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Hunter Moore: Der "König der Rachepornos" muss in den Knast

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Hunter Moore verurteilt  

Der "König der Rachepornos" muss ins Gefängnis

06.12.2015, 12:22 Uhr | t-online.de

Hunter Moore: Der "König der Rachepornos" muss in den Knast. Hunter Moores Rachepornos lockten täglich 300.000 Menschen an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hunter Moores Rachepornos lockten täglich 300.000 Menschen an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein kalifornisches Bezirksgericht hat Hunter Moore zu einer Haftstrafe von 30 Monaten und 2000 US-Dollar Geldstrafe verurteilt. Der 29-Jährige machte sich als "König der Rachepornos" oder schlicht "Der meist gehasste Mann im Internet" einen Namen.  

Hunter Moore war Betreiber von IsAnyoneUp.com. Auf der Internetseite konnten rachedurstige Nutzer Nacktfotos ihrer Ex-Partner veröffentlichen. Die nichtsahnenden Opfer wurden oft namentlich genannt – sogar Links zu ihren Facebook-Profilen und anderen sozialen Netzwerken waren für jeden sichtbar. Deshalb verlieh der "Rolling Stone" Hunter Moore den Titel "Der meist gehasste Mann im Internet".   

Das Geschäft mit den Rachepornos lief gut. Laut einem "BBC-Bericht" besuchten täglich 300.000 Menschen die Seite. Über Werbeanzeigen soll Moore pro Monat 20.000 Dollar eingenommen haben.  

Hunter Moore nicht wegen Rachepornos verurteilt

Bezirksrichterin Dolly Gee verurteilte den Racheporno-König allerdings nicht wegen der Nacktfotos, wie die "Washington Post" erklärt. Denn rechtlich konnte Moore nicht für Inhalte haftbar gemacht werden, die Nutzer gepostet hatten. Erst 2013 erließ Kalifornien ein Gesetz gegen diese neue Form der Online-Kriminalität. Da gab es IsAnyoneUp.com aber schon nicht mehr.  

Die Haftstrafe erfolgte, weil Moore auch nicht vor Datendiebstahl zurückschreckte, um seine Seite mit neuen Nacktfotos zu füllen. Im Februar bekannte er sich schuldig, den Hacker Charles Evans beauftragt zu haben. Der Mitangeklagte sollte in die Mail-Postfächer von Frauen einbrechen und neues Material stehlen. Moore habe Evans 200 Dollar pro Woche gezahlt, berichtet der "City News Service". Evans wurde bereits im November zu zwei Jahren Haft und drei weiteren Jahren auf Bewährung verurteilt.

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