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Krankenkassen wollen Daten von Fitness-Armbändern nutzen

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Krankenkassen werden neugierig  

Maas mahnt zur Vorsicht bei Fitness-Armbändern

09.02.2016, 15:44 Uhr | AFP

Krankenkassen wollen Daten von Fitness-Armbändern nutzen. Daten, die Fitness-Armbänder sammeln, sind auch für Krankenkassen interessant. (Quelle: dpa)

Daten, die Fitness-Armbänder sammeln, sind auch für Krankenkassen interessant. (Quelle: dpa)

Als Triathlet weiß Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) um die Vorzüge von Fitness-Armbändern. Die Träger müssten sich jedoch bewusst sein, dass sie sensible Daten über ihren Alltag und ihren Gesundheitszustand preisgeben. Die Krankenkassen warnt er vor einem massiven Zugriff auf die Gesundheitsdaten.

Es dürfe niemand "faktisch dazu gezwungen werden, so intime Daten wie die Herzfrequenz, die Geschwindigkeit beim Joggen oder die Häufigkeit des Trainings im Fitnessstudio zu veröffentlichen", schrieb Maas in einem Gastbeitrag für den "Donaukurier". Für Freizeitsportler seien die von sogenannten Fitness-Trackern gelieferten Daten durchaus sinnvoll. Wichtig sei aber, über sensible Daten "frei und selbstbestimmt" entscheiden zu können, schrieb Maas anlässlich des "Safer Internet Day" am Dienstag. 

Kassentarife stellen echte Freiwilligkeit infrage 

Deshalb dürften Krankenkassen keine Tarifmodelle anbieten, bei denen günstige Tarife an ständige Übermittlung der kompletten Gesundheitsdaten gekoppelt seien. Bei solchen Geschäften stehe "die echte Freiwilligkeit der Einwilligung und damit ihre Zulässigkeit infrage", warnte der Minister. Maas will deshalb prüfen lassen, die Verwendung bestimmter Gesundheitsdaten auf Grundlage des neuen EU-Datenschutzrechts einzuschränken. Menschen dürften "in keinem Fall zum reinen Objekt eines Algorithmus werden".

Pulsmesser und Kalorienzähler am Handgelenk

Sogenannte Wearables erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Darunter werden etwa Pulsmesser, Schrittzähler oder andere vernetzte Gesundheitsgeräte verstanden. Fitnessarmbänder etwa messen die Herzfrequenz während des Joggens, die verbrauchten Kalorien oder die Schritte im Laufe des Tages. Die Werte können auf das Smartphone oder den Computer übertragen werden, damit der Nutzer seine Aktivität und eventuelle Trainingsfortschritte verfolgen kann. Auch die meisten intelligenten Uhren, sogenannte Smartwatches, messen neben der Zeit die Herzfrequenz und zählen Schritte.

Das im Dezember verabschiedete E-Health-Gesetz der Bundesregierung sieht eine insgesamt stärkere Digitalisierung des Gesundheitswesens vor. Künftig sollen auf der elektronischen Gesundheitskarte viel mehr Patientendaten gespeichert werden können. In einem eigenen Patientenfach sollen Versicherte auch eigene Daten etwa von Wearables und Fitness-Armbändern ablegen können, sie sollen aber allein darüber entscheiden, wer Zugriff darauf hat.

Techniker Krankenkasse wagt ersten Vorstoß

Der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, hatte in der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) vorgeschlagen, dass auch Daten von Fitness-Trackern künftig in der geplanten elektronischen Patientenakte gesammelt und von den Kassen verwaltet werden sollen. Dies ermögliche Ärzten und Kassen zum Beispiel, Patienten über das Risiko einer Erkrankung zu informieren. Zugleich müsse der Patient "Herr über seine Akte" bleiben, betonte Baas in dem am Montag veröffentlichten Interview.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), sagte der "SZ", die elektronische Patientenakte biete "große Chancen", dies gelte auch für die Nutzung der Daten von Fitness-Trackern. Zugleich mahnte er, dass niemand dazu gedrängt werden dürfe, Daten herzugeben.

Barmer-Chef Christoph Straub sagte, er beobachte die Entwicklung von Fitness-Armbändern sehr genau. "Überlegungen, diese Daten online zu erfassen und sie der Gesundheitsversorgung zugänglich zu machen, sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt Zukunftsmusik."

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