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Ransomware: Erpresser-Trojaner Petya ist geknackt

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Erfolg bei Ransomware  

Erpresser-Trojaner Petya geknackt

13.04.2016, 07:18 Uhr | jhof

Ransomware: Erpresser-Trojaner Petya ist geknackt. Erpressungs-Trojaner Petya riegelt den gesamten PC ab. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/t-online.de)

Erpressungs-Trojaner Petya riegelt den gesamten PC ab. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/t-online.de)

Es gibt erste Erfolge im Kampf gegen Erpressungs-Trojaner. Für den von Petya erzeugten Sperrbildschirm liegt ein Passwortknacker vor, meldet das Anti-Botnet Beratungszentrum, eine Initiative von eco-Verband und BSI. Der Schädling macht die Festplatte unbrauchbar, indem er sie mit einem Passwort abschließt.

Mit dem nun veröffentlichten kostenlosen Passwort-Decrypter "hack-petya" soll sich das zum Entschlüsseln nötige Passwort in sekundenschnelle generieren lassen, meldet botfrei.de. Alternativ können Opfer den Prozess auch über einen Online-Dienst auf einer Webseite anstoßen.  

Der Schädling namens Petya gelangt über den Cloudspeicher Dropbox auf den PC, berichtet der Antiviren-Hersteller GData. Die Schadsoftware kursiert seit etwa vier Wochen im Netz. Statt nur bestimmte Dateitypen zu verschlüsseln, manipuliert Petya die Festplatte, wodurch der gesamte Computer blockiert wird. Das installierte Betriebssystem wird nicht mehr ausgeführt. 

Verschlüsselungs-Trojaner kommt per Mail

Im von GData geschilderten Fall diente ein Link in einem Bewerbungsschreiben als Einfalltor. Unter Trojanern die Daten verschlüsseln, auch bekannt als Ransomware, leiden derzeit vor allem Unternehmen. Krankenhäuser, Betriebe und Behörden gehören zu ihren bevorzugten Opfern. Einmal im System, schließen sie Daten weg und verlangen für die Preisgabe der Schlüssel ein Lösegeld. 

Da die Ransomware sich überwiegend auf dem Mailweg verbreitet, sollte gerade hier besondere Vorsicht gelten. Jedoch kann man sich diese Software auch als Drive-By-Download, also einfach mal so beim Surfen über eine Schwachstelle im Browser auf einer Internetseite einfangen. Hersteller Adobe hat erst kürzlich so ein Leck im weit verbreiteten Flash Player für Firefox, Internet Explorer und Google Chrome abgedichtet.

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