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Polizei ermittelt gegen 19.000 Smartphone-Nutzer

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Razzia in den Niederlanden  

Polizei ermittelt gegen 19.000 Handy-Nutzer

21.04.2016, 14:39 Uhr | t-online.de

Polizei ermittelt gegen 19.000 Smartphone-Nutzer. Smartphone mit E-Mail-Verschlüsselung ruft die Polizei auf den Plan. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mobiltelefon mit E-Mail-Verschlüsselung ruft die Polizei auf den Plan. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Nimwegen hat die niederländische Polizei den Betreiber eines verschlüsselten Smartphone-Netzes festgenommen. Etwa 19.000 Kunden haben eine E-Mail erhalten, dass ihre Daten aufgrund von Ermittlungen durchsucht werden. 

Für Nutzer ohne kriminellen Hintergrund ist dies natürlich unangenehm. Die Daten von etwa 19.000 Kunden der auf Smartphone-Verschlüsselung spezialisierten Firma sind beschlagnahmt und werden analysiert, teilte die Polizei in einer Presse-Erklärung mit

Als Anlass für die Beschlagnahmung der Server-Daten nennt die Polizei laufende Ermittlungen wegen Tötungsdelikten sowie den illegalen Handel mit Drogen und Betäubungsmitteln. Die Untersuchung soll sich auf Personen konzentrieren, die im Verdacht schwerer Verbrechen stehen, erklärte die Polizei.

Smartphones mit PGP-Software ausgerüstet

Der 36-jährige Eigentümer des Betriebs wurde festgenommen, nicht als Unternehmer, sondern wegen des Verdachts auf Geldwäsche. Mit der Razzia haben die Behörden nach eigenen Angaben das größte verschlüsselte Netzwerk von kriminellen Niederländern kassiert. 

In Holland machen Kriminelle nach Polizeiangaben ausgiebig Gebrauch von der legalen Möglichkeit, miteinander verschlüsselt zu kommunizieren. Das Unternehmen des Mannes hat dafür handelsübliche Smartphones für 1.500 Euro mit spezieller Verschlüsselungssoftware ausgestattet, die Pretty Good Privacy (PGP) als Basis nutzt. Die Open-Source-Software macht E-Mail-Texte für Dritte unkenntlich. 

Server-Daten einkassiert

Um auch Empfang und Versand der E-Mails gegenüber von Zugriffen von Dritten zu schützen, stellte das Unternehmen eigene Server in den Niederlanden und in Kanada bereit. Im Grunde ähnelt das Verfahren einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie es seit Kurzem auch beim Text-Messenger WhatsApp verwendet wird.

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