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Nacktfotos geklaut  

Promi-Hacker macht Deal mit der Staatsanwaltschaft

28.09.2016, 10:20 Uhr | AFP

Promi-Hacker macht Deal mit der Staatsanwaltschaft. Jennifer Lawrence ("Die Tribute von Panem") ist das wohl prominenteste Opfer der Nackfoto-Hacker. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Jennifer Lawrence ("Die Tribute von Panem") ist das wohl prominenteste Opfer der Nackfoto-Hacker. (Quelle: ZUMA Press/imago)

In den USA hat sich ein weiterer Hacker des Diebstahls von Nacktaufnahmen von Prominenten wie Jennifer Lawrence und Kate Upton schuldig bekannt. Mit seinem Geständnis entgeht der Angeklagte einer mehrjährigen Haftstrafe.

Der 29-jährige Edward Majerczyk hatte sich der Anklage zufolge Zugang zum Apple-Dienst iCloud und zu E-Mail-Konten von mehr als 300 Menschen verschafft, darunter mindestens 30 Prominente. Dort stahl er demnach Videos und Bilder, darunter auch Nacktaufnahmen.

Deal mit der Staatsanwaltschaft

Das Schuldeingeständnis ist Teil eines Deals, den Majerczyk mit der Staatsanwaltschaft geschlossen hat. Nach Absprache mit dem Gericht erklärte sich der 29-Jährige in einem Anklagepunkt schuldig, nämlich "des illegalen Eindringens in geschützte Computer zur Beschaffung von Informationen".

Die Staatsanwaltschaft erklärte sich in dem Deal bereit, eine Haftstrafe von nur neun Monaten zu fordern. Eigentlich hatten dem Angeklagte bis zu fünf Jahre im Gefängnis gedroht. Das Strafmaß soll am 10. Januar verhängt werden.

Bereits im März hatte sein Komplize Ryan Collins einen ähnlichen Deal ausgehandelt. Die Verbreitung der intimen Aufnahmen im Internet bestreiten aber beide.

Promis tappten in Phishing-Falle

Zwischen November 2013 und August 2014 waren Nacktbilder und intime Fotos und Videos von mehreren Stars im Internet aufgetaucht, darunter neben Hollywoodstar Lawrence und Model Upton beispielsweise auch Schauspielerin Kirsten Dunst.

Um an das brisante Material zu gelangen, stellten die Hacker ihren Opfern offenbar eine Phishing-Falle: Der Staatsanwaltschaft zufolge schickten sie ihnen E-Mails, die angeblich von Internet-Providern kamen, mit der Aufforderung, sich auf einer anderen Internetseite einzuloggen. Dadurch kamen die Angeklagten an die Zugangsdaten für die Konten der Betroffenen.

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