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Verbraucherschützer erklären  

Rechte für Opfer der Sicherheitslücken

05.01.2018, 08:42 Uhr | t-online.de, str

 Gewaltige Sicherheitslücke schreckt PC- und Handy-Nutzer auf. (Quelle: dpa)
Gewaltige Sicherheitslücke schreckt PC- und Handy-Nutzer auf

Experten zufolge könnte es der GAU für die Computerbranche werden, denn dieses Mal sind Prozessoren zu Einfallstoren für Hacker geworden, und diese Chips stecken in Milliarden Geräten. Betroffen vor allem der US-Hersteller Intel, dessen Aktie absackte.

Experten zufolge könnte es der GAU für die Computerbranche werden, denn dieses Mal sind Prozessoren zu Einfallstoren für Hacker geworden, und diese Chips stecken in Milliarden Geräten. (Quelle: dpa/afx)


Der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert die Hersteller von Computern und Smartphones nach den jüngsten Sicherheitslecks "Meltdown" und "Ghost". Sie würden immer nur den geringsten Aufwand treiben - zu Lasten der Verbraucher

"Die Fälle häufen sich, in denen sich Verbraucher mit Sicherheitslücken bei digitalen Technologien konfrontiert sehen. Globalisierung und Marktkonzentration führen dazu, dass Millionen oder gar Milliarden von Geräten und Verbrauchern von den Sicherheitslücken betroffen sind", erklärte Referent Julian Gallasch auf Anfrage von t-online.de.

Verbraucher hätten einen Anspruch darauf, dass die von Ihnen erworbenen Produkte sicher seien. "Sicherheitslücken stellen vertragsrechtlich einen Mangel dar, sodass im Grundsatz für Prozessoren, die innerhalb der letzten zwei Jahre erworben wurden, kaufrechtliche Gewährleistungsrechte gegenüber dem Verkäufer bestehen", so Gallasch.

Der Nutzer habe dabei ein Wahlrecht zwischen der Nachbesserung (zum Beispiel in Form eines Updates) und der Lieferung einer mangelfreien (neuen) Sache. Der Verkäufer könne die vom Käufer gewählte Form der Nacherfüllung jedoch verweigern, wenn diese zum Beispiel nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist.

Auswirkungen noch unklar 

"Im Fall Intel fehlen derzeit noch konkrete Informationen, um beurteilen zu können, ob ein Software-Update ausreichend ist, oder tatsächlich Änderungen an der Hardware durchgeführt werden müssen, um die Sicherheitslücke zu schließen. Auch die tatsächlichen Auswirkungen eines Updates auf die Leistungsfähigkeit des Prozessors bleiben abzuwarten", erklärte der Verbraucherschützer.

Offensichtlich reichen die Sicherheitsstandards für digitale Technologien nicht aus, damit die Hersteller präventiv ausreichend in die Sicherheit ihrer Produkte investieren. "Wenn dann ein Problem offenkundig wird, versuchen die Hersteller Schadensminimierung mit dem geringstmöglichen Aufwand – und möglicherweise zulasten der Verbraucher", kritisierte Gallasch.

Parallele zum Dieselskandal

Die Parallele zum "Dieselskandal" sei auffällig – auch dort sollen Softwareupdates das Problem lösen, mit weiterhin unklaren Auswirkungen für die Verbraucher. Gegenwärtig würde in Brüssel über eine Richtlinie über digitale Inhalte verhandelt. In dieser Richtlinie muss klargestellt werden, dass nur ein sicheres Produkt rechtlich als mangelfrei gelten kann. "Wenn sich ein Mangel zeigt, müssen Verbraucher Anspruch auf eine vollständige Behebung dieses Mangels haben", forderte der Verbraucherschützer.

Richtig schwierig werde es für Verbraucher, wenn jemand tatsächlich zu Schaden kommt. Theoretisch hätte der Verbraucher dann zwar nach dem Produkthaftungsgesetz einen Schadensersatzanspruch gegen den Hersteller. Durchsetzen kann er diesen Anspruch aber nur, wenn er nachweisen kann, dass der Schaden kausal auf die Sicherheitslücke zurückzuführen ist. "Das wird dem Verbraucher kaum gelingen", schätzt Gallasch. Bei Schadensereignissen im digitalen Bereich seien die technischen Zusammenhänge komplex und das Sachwissen der Verbraucher in der Regel gering. "Im Haftungsrecht sind daher Beweiserleichterungen erforderlich, damit Verbraucher auf ihrem Schaden nicht sitzen bleiben", forderte er.

Quelle: Eigene Recherche

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