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Handy für Blinde liest gedruckte Texte vor

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Handy für Blinde liest gedruckte Texte vor

31.01.2008, 10:06 Uhr | mak (Spiegel Online)

Für Blinde könnte der Alltag mit der neuen Handy-Software erheblich erleichtert werden (Foto: imago)Für Blinde könnte der Alltag mit der neuen Handy-Software erheblich erleichtert werden (Foto: imago)Anvisieren, fotografieren, vorlesen lassen: So einfach sollen sich Blinde und Menschen mit Sehstörungen künftig gedruckte Texte nutzbar machen. Eine Software für Nokias neuestes Hightech-Handy macht's möglich. Das kleine Gerät werde die Leben von Millionen Menschen verändern, so tönt es selbstsicher von der knfb-Webseite. Denn knfb, ein Gemeinschaftsunternehmen von Kurzweil Technologies und der amerikanischen National Federation of the Blind, hat das Kunststück fertiggebracht, einem Handy das Vorlesen beizubringen.

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Handy-Archiv:
Handy-Aufladung:

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Fotografieren, Text erkennen und vorlesen

Foto: NokiaFoto: NokiaPer Handycam fotografierte Schilder, Zeitungsartikel oder Speisekarten werden von einer Texterkennungssoftware umgewandelt und dann von einer synthetischen Stimme vorgetragen. Damit die Bilder auch von Blinden möglichst optimal aufgenommen werden können, hilft eine Software dabei, die Kamera auszurichten. Ein ähnlich funktionierendes mobiles Vorlesegerät, den knfb Reader Classic, hat das Unternehmen schon vor zwei Jahren eingeführt. Das erledigt seinen Job offenbar auch recht ordentlich, hat aber zwei gravierende Nachteile. Zum einen ist es klobig und schwer, da es aus einem Handheld-PC und einer aufgeflanschten Digitalkamera besteht. Und zum anderen ist es sehr teuer: 3500 Dollar kostet der elektronische Vorleser.

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Software kostet 1.100 Euro

Beides ändert sich mit der neuen Version radikal. Als Hardware dient jetzt Nokias neuestes Hightech-Handy, das N82, das man ab etwa 440 Euro kaufen kann. Das Vorlesen übernimmt die Mobile-Reader-Software, für die der Hersteller 1600 Dollar (ca. 1100 Euro) verlangt. Das ist nicht nur deutlich billiger, sondern das Gerät ist vor allem deutlich kleiner und leichter als sein Vorgänger. Laut knfb ist es das kleinste Gerät seiner Art. Und es kann nicht nur vorlesen. Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit kann die Software als digitale Lupe dienen und fotografierte Texte vergrößert auf dem Display darstellen. Noch wichtiger könnte aber sein, dass das Gerät auch in der Lage ist, Dollarscheine zu erkennen. Keine leichte Aufgabe angesichts der Tatsache, dass alle Varianten der US-Währung gleich groß und in demselben Grün gedruckt werden - unabhängig davon, ob es sich um eine Ein- oder eine 50-Dollarnote handelt.

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