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Das Handy-Porto der Post

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Das Handy-Porto der Post

07.09.2009, 13:02 Uhr | t-online.de

Die Software der Post auf dem iPhone. (Foto: Deutsche Post DHL)Die Software der Post auf dem iPhone. (Foto: Deutsche Post DHL)E-Mail, SMS, Fax - als Briefmonopolist tut sich die Deutsche Post nicht gerade leicht mit dem digitalen Zeitalter. Doch der Konzern hat bereits im August letzten Jahres auf diese Herausforderungen reagiert: Unter der Kurzwahl 22122 kann man seitdem Briefe und Postkarten per Handy frankieren. Dazu schickt man einfach eine SMS mit dem Wort "BRIEF" oder "POSTKARTE" an die Nummer und erhält einen 12-stelligen Code. Diesen notiert man auf dem zu versendenden Schriftstück - und fertig. Die Bezahlung erfolgt über die Handy-Rechnung. Jetzt bietet die Post auch noch einen zusätzlichen Service für Mobilfunk-Nutzer.

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Wegweiser zum Briefkasten

Dazu kann man unter der Adresse http://handyporto.mobi eine Software herunterladen, die auf allen gängigen Handy-Typen laufen soll. Das Programm ist kostenlos. Einmal gestartet, genügt ein Klick auf das Symbol für "Brief" oder "Karte", um das gewünschte Porto zu erhalten. Wer ein iPhone oder ein Handy mit dem Android-Betriebssystem besitzt, dem weist das Programm sogar den Weg zum nächsten Briefkasten.

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Werden Briefmarken bald überflüssig? (Foto: imago)Werden Briefmarken bald überflüssig? (Foto: imago)

Zweifelhaftes Geschäftsmodell

Ob das Programm ein großer Erfolg wird, ist jedoch zweifelhaft. Schuld daran ist vor allem die Preisgestaltung: 95 Cent für einen Standardbrief und 85 Cent für eine Postkarte - das sind rund 50 Cent mehr, als man normalerweise bezahlen müsste. Post-Pressesprecher Uwe Bensien rechtfertigt den Aufpreis mit der zusätzlichen technischen Infrastruktur, die für das Handy-Porto nötig ist. Dabei könnte die Post sicherlich viel Geld für Schalter, Automaten und Filialen sparen, wenn mehr Kunden ihr Porto per Handy bezahlen. Die Deutsche Bahn hat das längt erkannt: Dort ist das Handy-Ticket kostenlos. Eine Gebühr für den Ticketkauf am Schalter war geplant, wurde aber nach Kunden-Protesten zurückgezogen.

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