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Samsung Galaxy Note 3: Samsung schummelt beim Benchmark-Test

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Galaxy Note 3  

Samsung trickst beim Benchmark-Test

02.10.2013, 13:57 Uhr | t-online.de

Samsung Galaxy Note 3: Samsung schummelt beim Benchmark-Test. Samsung Galaxy Note 3 (Quelle: Samsung)

Das Galaxy Note 3 läuft angeblich nur für Tests mit voller Leistung. (Quelle: Samsung)

Samsung nimmt das Smartphone-Wettrennen möglicherweise etwas zu ernst: Wie das US-Branchenportal Ars Technica herausgefunden hat, programmierte der südkoreanische Hersteller sein neues Top-Modell, das Galaxy Note 3, so, dass es in Smartphone-Tests besser performt als im Alltag. Bereits nach den ersten Geschwindigkeitstest für das Galaxy S4 musste sich Samsung gegen den Vorwurf der Schummelei wehren.

Der Prozessor des Samsung Galaxy Note 3 soll die Taktrate um bis zu 2000 Megahertz erhöhen, sobald das Riesen-Smartphone einen Benchmarktest erkennt, führt Ars Technica aus. Auf diese Weise seien die Testergebnisse des Galaxy Note 3 um bis zu 20 Prozent besser ausgefallen.

Demnach soll das Gerät im Normalbetrieb mit gedrosselter Taktrate (300 MHz im Leerlauf) und nur einem Prozessor-Kern laufen, beim Test dagegen mit den vollen 2,3 Gigahertz (im Leerlauf) und mit allen vier Kernen. Im Vergleich macht sich das deutlich bemerkbar. So liegt der Multicore-Benchmark im Regelbetrieb bei 2487 Punkten, bei eingeschaltetem "Benchmark Booster" dagegen 2986 Punkte.

Galaxy Note 3 hat Trickserei nicht nötig

Beim Vergleich zu den Ergebnissen anderer Smartphones wird allerdings deutlich, dass Samsung die Mogelei nicht nötig hätte: Die Ergebnisse übertreffen die Konkurrenz auch im normalen Betriebsmodus – auch das mit dem gleichen Prozessor ausgestattete LG Optimus G2. Das immer noch sehr schnelle Galaxy S4 liegt vergleichsweise weit darunter.

Samsung: CPU passt sich Erfordernissen an

Samsung reagierte beim Vorwurf um das Galaxy S4 mit einer Erklärung. Der Prozessor passe sich den Erfordernissen an und laufe daher üblicherweise mit gedrosseltem Takt, was für die meisten Anwendungen ausreichen würde. Die Benchmarktests fragten hingegen die volle Leistung ab, die der Prozessor dann wunschgemäß liefere.

Die Angaben von Ars Technica lassen andere Rückschlüsse zu: Auch wenn das Testprogramm die Recheneinheit nicht fordere, laufe sie mit voller Taktrate. Zudem scheinen nur zuvor definierte Benchmark-Anwendungen das Smartphone in "Alarmbereitschaft" zu versetzen. Benannten die Tester die Paketdatei des Benchmark-Programms um, laufe das Smartphone im Normalmodus, also mit der sparsamen Taktrate.

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