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Android 4.4 Kitkat veröffentlicht: Das ist neu

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Android 4.4 "Kitkat"  

Vollbildmodus und weitere Neuheiten im neuen Android

02.11.2013, 09:24 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Android 4.4 Kitkat veröffentlicht: Das ist neu. Android-Statue KitKat vor dem Google-Campus (Quelle: Google)

Google erklärt Android 4.4 zum KitKat-Schokoriegel (Quelle: Google)

Neues Smartphone, neues Android: Mit dem Marktstart des Google Nexus 5 gibt es auch eine neue Android-Version. Android 4.4 trägt den Namen Kitkat und ist auf dem Nexus 5 bereits installiert. Als weitere Smartphone-Modelle sind erfahrungsgemäß die Nexus-Phones an der Reihe, ein Update zu bekommen. Auch das Samsung Galaxy S4, das Moto X und das HTC One sollen Android 4.4 erhalten.

Besitzer des Google Nexus 4, der Tablets Nexus 7 und 10 werden in Kürze eine Meldung erhalten, dass für ihr Gerät Android 4.4 zur Verfügung steht. Das ältere Nexus-Smartphone Samsung Galaxy Nexus soll dagegen kein Update erhalten, meldet der Google-Support. Die Antwort nach den Gründen fällt schmallippig aus: Google garantiere einen Update-Service von 18 Monaten, das Galaxy Nexus sei aber inzwischen zwei Jahre alt.

Gerüchte im Internet besagen, dass der eingebaute Prozessor der Grund sei. Er stammt von Texas Instruments. Das Unternehmen hat sich aus diesem Marktsegment weitgehend zurückgezogen und dürfte deshalb keinen hinreichenden Support mehr leisten, der für eine Anpassung des Systems an die Hardware vonnöten ist.

Android 4.4 reduziert Hardware-Anforderungen

Wenn die Hersteller mitspielen, profitieren künftig nicht nur Besitzer von Spitzenmodellen von der neuesten Fassung des mobilen Betriebssystems: Google hat den Hardwarehunger von Android nach eigenen Angaben deutlich reduziert, so dass die Software nun auch auf schwächeren Geräten flüssig laufen soll.

Doch es ist wenig wahrscheinlich, dass die Hersteller ihre älteren, preisgünstigen Smartphones auf Android 4.4 aktualisieren werden. Vielmehr werden sie neue Modelle mit Android 4.4 ausstatten, denn eine neue Android-Version ist ein Verkaufsargument. Eher können Besitzer der teuren Topmodelle mit einem Update rechnen, denn die Hersteller wollen ihre guten Kunden nicht verlieren.

Eine umfassende Übersicht, welche Modelle Android 4.4 bekommen und welche nicht, gibt es bislang nicht. Neben Samsung und HTC will Motorola unter anderem das ausschließlich in den USA verkaufte Moto X auf das neue Android hieven. Allerdings wird keines der weiteren genannten Smartphones in Deutschland vertrieben.

Android 4.4 erfindet das Rad nicht neu

Android 4.4 Kitkat erfindet das Rad nicht neu, bringt aber viele kleine Detailverbesserungen mit. Ganz neu ist zum Beispiel ein Vollbildmodus, der Elemente wie die Startleiste und den Home-Button am Displayrand automatisch ausblendet, wenn der Nutzer zum Beispiel E-Books liest oder Videos anschaut. Gründlich überarbeitet wurde die Hangout-App, in der jetzt auch SMS und MMS angezeigt werden. Nutzer können Kurznachrichten aber auch mit einem anderen Programm lesen und verschicken: Die Standard-App für SMS ist mit Android 4.4 frei wählbar.

Weitere Änderungen gibt es bei der Telefonfunktion: Sie sucht bei unbekannten Anrufern schon während des Klingelns nach einem Namen, die Kontaktliste soll mehr als bisher mit dem Internet und anderen Apps verknüpft werden. Die Sprachsteuerung und -suche lässt sich im Startscreen ohne Tastendruck aufrufen – stattdessen muss der Nutzer nur "Ok, Google" sagen. Dazu gibt es neues Design und mehr Funktionen für Standard-Apps, darunter Quick-Office und die E-Mail-Software.

Umstrittener Schokoriegel

Die Benennung der Software nach dem Schokoriegel von Nestlé stieß im Netz auf gemischte Reaktionen. Etliche Nutzer lobten den innovativen Ansatz, populäre Marken aus unterschiedlichen Branchen in einer Kampagne zusammenzuführen, für andere schmeckte der Deal nach Ausverkauf. Weitere wiesen auf eine Aktion von Greenpeace gegen KitKat aus dem Jahr 2010 hin.

Damals hatte die Umweltschutzorganisation Nestlé vorgeworfen, durch die Verwendung bestimmter Palmöle zur Zerstörung des indonesischen Urwalds beizutragen und damit die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans zu bedrohen. Nestlé hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

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