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Wegen Facebook-Nachricht: Touristin stürzt in Melbourne vom Pier

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Handy-Unfall  

Touristin liest Facebook-Nachrichten und fällt vom Pier

18.12.2013, 13:38 Uhr | AP, dpa, t-online.de

Wegen Facebook-Nachricht: Touristin stürzt in Melbourne vom Pier. Eine Frau tippt auf ihrem Smartphone. (Quelle: imago/CARO)

Unfälle von Handy-Nutzern sind seit Jahren ein Thema. (Quelle: CARO/imago)

In Australien ist eine Touristin ins Meer gestürzt, weil sie auf ihrem Smartphone Facebook-Nachrichten las. Die Urlauberin fiel während eines nächtlichen Spaziergangs auf einem Pier in Melbourne fünf Meter in die Tiefe, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die von einer Augenzeugin alarmierten Polizisten fanden die Frau 20 Meter vom Pier entfernt in Rückenlage im Wasser treibend – das Smartphone noch immer in der Hand.

Abgetrieben von der Strömung in der Port Phillip Bucht sei es ausgerechnet das Licht ihres Mobiltelefons gewesen, das die Rettungskräfte am Montag zu der Frau führten. Offenbar hatte die 31-Jährige noch mehr Glück im Unglück: "Sie sagte uns später, sie könne nicht schwimmen", hieß es bei der Polizei.

Die ausländische Touristin kam zunächst in ein Krankenhaus. Mittlerweile sei die Frau, die aus Asien stammen soll, wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. "Der jungen Frau geht es gut."

SMS-Verbot für Fußgänger

Unfälle von Handynutzern sind seit Jahren ein Problem, nicht erst seit es Smartphones gibt. Telefonierende oder SMS-schreibende Menschen laufen gegen Schilder, verstauchen sich den Knöchel, verschwinden im Kanalschacht oder rennen unbedacht über eine viel befahrene Straße. Eine Studie der Universität von Ohio ergab schon im Jahr 2008, dass sich die Zahl der aus solchen Unfällen resultierenden Notfallaufnahmen von Jahr zu Jahr verdoppelt.

In einer Kleinstadt im US-Bundesstaat News Jersey ist es seit dem Frühjahr 2012 unter Strafe verboten, beim Laufen ein Handy zum Lesen und Schreiben von Texten zu benutzen. Besonders gefährlich ist ein Aufeinandertreffen von SMS-tippenden Fußgängern und telefonierenden Autofahrern.

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