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Heikler WLAN-Name sorgt für Flugverzögerung

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"Mobile Sprengvorrichtung"  

Heikler WLAN-Name sorgt für Flugverzögerung

04.05.2016, 15:08 Uhr | jhof, t-online.de

Heikler WLAN-Name sorgt für Flugverzögerung. Eine Boeing 737 der australischen Fluggesellschaft Qantas. (Quelle: imago/Archivbild/Wiegand Wagner)

Eine Boeing 737 der australischen Fluggesellschaft Qantas. (Quelle: Archivbild/Wiegand Wagner/imago)

Ein vermeintlich gefährlicher WLAN-Name und verängstigte Passagiere haben den Start einer Quantas-Maschine um Stunden verzögert. Für Mobilfunk-Nutzer bleibt am Ende eine bittere Erkenntnis.

Dass sich mobile Geräte wie Smartphones ebenso wie WLAN-Netzwerke benennen lassen, ist an sich praktisch. Mitunter nutzen aber auch Scherzbolde diese Möglichkeit, um etwa verhasste Nachbarn zu beschimpfen oder die Mitnutzer eines gemeinschaftlichen WLANs zu neppen.

Ein WLAN-Nutzer der letztgenannten Art hat nun für eine zweistündige Verzögerung eines Fluges der Airline Qantas gesorgt. Die Maschine stand am australischen Flughafen Melbourne und sollte zu einem Inlandsflug abheben, als ein Passagier über einen ungewöhnlichen Namen im Display seines Smartphones stolperte.

"Mobile Sprengvorrichtung" in WLAN-Anzeige

Auf der Suche nach dem Bord-WLAN hatte er ein seltsames Gerät entdeckt. Dessen Name: "mobile detonation device" (zu deutsch etwa "mobile Sprengvorrichtung") lautete, berichtet "The Register".

Nach Rücksprache mit dem Flugkapitän verlangte dieser die Aushändigung des besagten Mobilgeräts. Die Folge des Aufrufs: Einige Passagiere verließen verängstigt das Linienflugzeug. Die Rückabwicklung des Gepäcks führte zu weiterem Zeitverlust.

Scherzbold blieb unerkannt

Obwohl sich der Inhaber der vermeintlichen Sprengvorrichtung nicht meldete, entschloss sich der Flugkapitän letztendlich, die Reise anzutreten. Die Boeing 737 wurde von Qantas mit einem Entertainment-System ausgestattet, das Inhalte wie Filme per WLAN auf die mobilen Geräte der Passagiere streamt - das erklärt, warum der offenbar sehr um seine Persönlichkeitsrechte besorgte Passagier an seinen WLAN-Einstellungen hantierte.

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