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Speicherfresser in Windows entlarven

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Windows  

Wo Windows Ihnen Speicher klaut

| Jörg Hofmann

Speicherfresser in Windows entlarven. Festplatte und Windows-Logo (Quelle: t-online.de)

Windows geht mit Speicherplatz sehr großzügig um. (Quelle: t-online.de)

Auf die schlanke Linie achtet Windows nun wirklich nicht. Der Nimmersatt verschlingt schon bei der Installation einige Gigabyte. Zusätzlich okkupiert das Betriebssystem weiteren Speicherplatz für alten Datenschrott, langweiligen Anwendungen und zahllosen Arbeitsdateien. Hier kann die Festplatte gar nicht groß genug sein. Mit ein paar Mausklicks stoppen und beseitigen Sie die größten Speicherfresser in Windows und gewinnen wieder mehr Freiraum für Dateien, die Ihnen wirklich wichtig sind.

Wer einige Hinweise beachtet, lässt die Festplatte erst gar nicht überquellen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit bordeigenen Windows-Tools und einfachen Handgriffen Ihren Computer gründlich durchschrubben, unnütze Dateien aus der Festplatte herausfegen, Ihren Datenspeicher effektiv pflegen und bis zu 100 Gigabyte mehr Speicherplatz gewinnen.

1024 MB für den Browser?

Der Internet Explorer von Windows speichert jede aufgerufene Internetseite als Spiegelbild auf der Festplatte. Andere Browser-Programme machen das auch, damit Nutzer schon besuchte Seiten schneller öffnen können. Der Haken beim Internet Explorer 8: Der Browser reserviert sich in der Standardeinstellung 1024 Megabyte. Wer mit DSL im Netz unterwegs ist, sollte hier nachbessern und das reservierte Speichervolumen für Internetdateien auf ein sinnvolles Maß reduzieren. Zum Beispiel auf schlanke 50 Megabyte.

Versteckte Backup-Dateien löschen

Richtig Platz kostet die Update-Strategie von Microsoft. Jeder Patch und jedes installierte Service Pack legt eine Kopie der alten, ausgetauschten Dateien im Systemverzeichnis an. Da ein Update in der Regel nicht deinstalliert wird, sind die gesicherten Datenbündel schlicht überflüssig. An den blauen Einträgen $NtUninstall oder $NtServicePackUninstall sind diese unnützen Datenklumpen in Windows XP leicht zu erkennen. Auf einem aktuellen XP-System mit Service Pack 3 und allen nötigen Updates lassen sich so locker knapp 1 GB einsparen.

Update-Reste in Windows 7 löschen

Unter Windows 7 und Vista werden die De-Installationsdaten von Updates nicht mehr in einfachen Ordnern gespeichert. Hier handelt es sich dann um Schattenkopien, die wie Systemwiederherstellungspunkte in einem geschützten Ordner abgelegt werden. Deshalb lassen sich die De-Installationsdaten einzelner Updates nicht mehr so einfach entfernen. Sie können aber nach der Installation eines oder mehrerer Updates die Datenträgerbereinigung anwerfen. Damit säubern Sie das System von überflüssigen Datenballast – dazu zählen auch die abertausenden Miniaturvorschauen.

Die Thumbs.db Dateien liegen in Windows XP noch offen im jeweiligen Ordner herum. Mahnung der Datenschützer zum Trotz. Seit Windows Vista sind diese Daten im Hochsicherheitstrakt verschwunden, aber sie sind noch da. Bei umfangreichen Bildersammlungen schlagen die je nach Umfang einer Bildersammlung bringt jeder Bilderordner bei aktivierter Miniaturansicht fünf, sechs oder mehr Megabyte zusätzlich auf die Waage. XP-Nutzer müssen per Hand löschen oder Systemreiniger wie CCleaner und TuneUp Utilities bemühen.

Alte Software-Bestände entsorgen

Ursache für akuten Speicherplatzmangel ist oft ein überladener Programme-Ordner. Insbesondere Computerspiele belegen auf der Festplatte mitunter sieben und mehr Gigabyte an Speicherplatz. Deshalb sollten Anwender von Zeit zu Zeit alle nicht mehr benötigten Programme von der Festplatte löschen. Über den Software-Manager von Windows kann jeder Nutzer mit Administrationsrechten installierte Software entfernen und löschen. Bei akuten Platzmangel lässt sich hier das ein oder andere unnütze Programm finden und von der Festplatte werfen.

Nutzlose Komponenten entfernen

Windows XP besteht aus über 145 Einzelprogrammen, Windows 7 und Vista sogar aus über 170. Wer zum Beispiel keinen Wert auf die Standard-Spiele von Microsoft legt, gewinnt schon mit der Deinstallation der mitgelieferten PC-Spiele ein paar hundert Megabytes an freien Speicherplatz. Auf Rechnern wie Netbooks kann dies schon von Vorteil sein. Auch mitgelieferte Programme wie das Windows Media Center, der Windows DVD Maker oder der XPS-Viewer und Drucker lassen sich zumindest teilweise von der Festplatte entfernen. Unsere Foto-Show zeigt, wie Sie Komponenten unter Windows 7 entfernen. Im betagten Vorgängersystem sind mitunter noch einige Vorabreiten zu leisten, damit Sie auch in Windows XP störende Komponeten deinstallieren können.

Trügerischer Ruhezustand

Windows bietet in der Energieverwaltung die praktische Option Ruhezustand. Schaltet das Betriebssystem in den Ruhezustand, wird Strom gespart, indem sich der Rechner abrupt ausschaltet. Zweiter Vorteil: Der Startvorgang wird verkürzt. Durch einen Tastendruck kann der Rechner wieder "geweckt" werden. Ist diese Option aktiviert, bedeutet das allerdings, dass enorm viel Speicherplatz auf der Festplatte reserviert ist. In der Regel ist dieser reservierte Platz so groß wie der RAM-Speicher, da der gesamte Inhalt des RAM beim "Einschlafen" auf die Festplatte geschrieben wird. Über "Systemsteuerung, Energieoptionen" prüfen Sie, ob der Ruhezustand ein- oder ausgeschaltet ist.

Auslagerungsdatei eingrenzen

Windows ist ständig damit beschäftigt, Daten zwischen Arbeitsspeicher und Auslagerungsdatei hin und her zu schieben. Damit das System nicht während des Auslagerns auf eine volle Festplatte stößt, werden ganze Bereiche für die Auslagerungs- oder Swap-Datei reserviert. Dies können gut und gerne 3000 MB und mehr sein. Wer auf jeden zusätzlichen Speicherplatz angewiesen ist, kann die von Windows festgelegte Größe manuell verkleinern. Auch Programme wie beispielsweise Adobe Photoshop benötigen Platz für temporäre Arbeitsdateien. Fehlt freier Speicherplatz, funktionieren diese Programme nicht oder nur eingeschränkt.

Fass ohne Boden: Papierkorb

Egal ob Sie einen USB-Stick der ein Festplatten-Laufwerk über den Windows Explorer aufrufen – Windows 7 und seine Vorgänger reservieren in der Voreinstellung für jeden vorhandenen Speicherbereich immer zehn Prozent des Platzangebots. Mit ein paar Klicks können Sie verhindern, dass der virtuelle Papierkorb für den Datenabraum so viel Platz beansprucht. Aber Vorsicht: Drosseln Sie den Wert auf eine minimale Größe, werden übergroße Dateien nach dem Löschen sofort und ohne Umweg über den praktischen Sammelbehälter gelöscht.

Unnötige Backups aussortieren

Richtig Platz kostet die Update-Strategie von Microsoft. Jeder Patch und jedes installierte Service Pack legt eine Kopie der alten, ausgetauschten Dateien im Systemverzeichnis an. Da ein Update in der Regel nicht deinstalliert wird, sind die eingelagerten alten Datenbündel im Systemordner schlicht überflüssig. Dem nicht genug fordert noch die Systemwiederherstellungs-Funktion ihren Tribut an freien Speicherressourcen. Zwölf Prozent des Platzangebots reserviert Windows für die Sicherung alter Systemzustände. Wir haben Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengestellt und zeigen Ihnen, wie Sie den Altbestand über Bord werfen und den für die System-Wiederherstellung vorgesehenen Speicherplatz auf ein erträgliches Maß stutzen.

Windows-Ratgeber als Video

Video-Ratgeber rund um Windows finden Sie auf der Computer-Video-Seite. Dort zeigen wir Ihnen unter anderem, wie Sie Windows XP auf Windows-7-Niveau hieven, die Desktop-Suche optimal nutzen und die Festplatte optimieren.

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